Bild folgtKI-generierte IllustrationRorippa islandica subsp. islandica
Auch bekannt als: Rorippa islandica subsp. islandica
Wer die Isländische Sumpfkresse einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kleinen, gelben Kreuzblüten und dem kompakten Wuchs ist sie eine charakterstarke Bewohnerin feuchter Gartenbereiche. Da sie auf der Roten Liste als extrem selten (Status R) geführt wird, holst du dir mit ihr eine echte botanische Kostbarkeit in den Garten. Sie ist ein Indigen (einheimische Art), die perfekt an unsere klimatischen Bedingungen angepasst ist. Als Zeigerpflanze verrät sie dir sofort, wo dein Boden besonders nährstoffreich und feucht ist. Mit dieser Wahl leistest du einen direkten Beitrag zum Artenschutz in deiner Region.
Rote-Liste-Rarität: Hol dir die extrem seltene Sumpfkresse an deinen Teichrand.
Diese seltene Art übernimmt eine wichtige Funktion in feuchten Nischen deines Gartens. Da sie auf der Roten Liste als extrem selten (R) eingestuft ist, dient dein Garten als wertvoller Rückzugsort für eine gefährdete indigene (einheimische) Pflanze. Ihre Ausbreitungsstrategie ist bemerkenswert: Die Samen sind mit 0.0532 mg so leicht, dass sie über weite Strecken transportiert werden können. Dies fördert die genetische Vielfalt in der Umgebung. Als Starkzehrer hilft sie dabei, Nährstoffüberschüsse an Gewässerrändern zu binden. Auch wenn keine spezifischen Insektendaten vorliegen, bereichert sie als Kreuzblütler die strukturelle Vielfalt für die lokale Fauna.
Bitte beachte, dass die Isländische Sumpfkresse als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du sie außerhalb deren direkter Reichweite pflanzen. Falls Pflanzenteile versehentlich verzehrt werden, kontaktiere im Zweifelsfall den Giftnotruf unter 0228 19 240. Die Pflanze sollte rein als Zierelement für den Naturschutz betrachtet werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.264 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Sonnenplatz wählen: Suche einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit sie kräftig gedeiht.
Feuchtigkeit garantieren: Der Boden sollte stets feucht (Feuchtewert 7) sein, ideal ist ein Platz in der Sumpfzone deines Teichs.
Nährstoffe bieten: Als Starkzehrer (Nährstoffwert 8) benötigt sie einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Bodenbeschaffenheit: Ein neutraler bis schwach saurer Untergrund (Reaktionswert 5) ist optimal.
Pflanzzeit: Setze sie am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe beachten: Mit einer Höhe von 0.26 m sollte sie im Vordergrund gepflanzt werden, um nicht von größeren Stauden verdeckt zu werden.
Mykorrhiza: Sie geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilzsymbiose) ein, was ihre Nährstoffaufnahme unterstützt.
Gute Partnerin: Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – sie teilt die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzt die Kresse ökologisch hervorragend.
Die Isländische Sumpfkresse (Rorippa islandica subsp. islandica) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Uferzonen und Gräben, wo sie als Starkzehrer (nährstoffliebende Pflanze) auf fetten Böden gedeiht. Sie ist ein Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war) und wächst rein krautig, ohne zu verholzen. Auffällig sind ihre breitblättrigen Triebe und die geringe Wuchshöhe von exakt 0.26 m. Ihre winzigen Diasporen (Ausbreitungseinheiten) wiegen nur 0.0532 mg, was eine effiziente Fernausbreitung ermöglicht.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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