Bild folgtKI-generierte IllustrationRosa balsamica
Auch bekannt als: Rosa balsamica
12
Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren samtig-weich behaarten Blättern lässt sich die Flaum-Rose (Rosa balsamica) sofort erkennen. Diese heimische Wildrose besticht durch ihre zartrosa Blüten, die von Mai bis Juli erscheinen und vielen bedrohten Faltern als wichtige Nahrungsquelle dienen. Da sie in Deutschland und Österreich auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Pflanzung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Besonders Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) profitieren von ihrem Vorkommen in deinem Garten. Sie ist eine robuste Bewohnerin, die mit normalen Böden bestens zurechtkommt. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze mit hohem ökologischem Wert suchst, machst du hier alles richtig.
Wichtige Überlebenshilfe für den bedrohten Roten Würfel-Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Rose eine lebenswichtige Ressource für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders Würfel-Dickkopffalter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) sowie (Spialia rosae) und (Spialia orbifer) besuchen die Blüten regelmäßig. Auch verschiedene Perlmuttfalter, darunter der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) und der Freija-Perlmuttfalter (Boloria freija), nutzen das Nektarangebot. Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, hilft dein Garten dabei, lokale Populationen dieser Falter zu stützen. Die offenen Schalenblüten machen den Pollen leicht zugänglich für eine Vielzahl von Bestäubern, was die Flaum-Rose zu einem wertvollen ökologischen Ankerpunkt macht.
Die Flaum-Rose gilt als nicht kindersicher, was an ihren natürlichen Wehrstacheln liegt. Diese können beim unvorsichtigen Greifen zu Kratzern führen. In einem Naturgarten ist sie dennoch wertvoll; pflanze sie am besten etwas abseits von direkten Spielflächen oder schmalen Wegen, damit Mensch und Tier sicher nebeneinander existieren können.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Pflanzzeit: Nutze das Frühjahr (März bis Mai) oder den Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 7), um die Blütenbildung zu fördern.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne starke zusätzliche Düngung ist ideal.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch, also mäßig feucht sein (Ellenberg Feuchte 5); vermeide jedoch Staunässe.
Bodenreaktion: Die Rose bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse (Ellenberg Reaktion 6).
Pflege: Ein regelmäßiger Rückschnitt ist bei dieser Wildrose nicht zwingend erforderlich; sie darf gern natürlich wachsen.
Vermehrung: Die Pflanze ist langlebig und bietet über Jahre hinweg Struktur im Naturgarten.
Pflanzpartner: Das Echte Labkraut (Galium verum) ist eine hervorragende Begleiterin, da es ähnliche Ansprüche an Licht und Boden stellt.
Die Flaum-Rose (Rosa balsamica) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). In Deutschland und Österreich ist sie indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt mäßig warme Standorte an Waldrändern oder in Gebüschen. Ein morphologisches Merkmal sind die weich behaarten Blättchen und Zweige, die ihr den Namen gaben. Die Pflanze geht eine Verbindung mit Bodenpilzen ein, die man Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Wurzel-Symbiose zur verbesserten Nährstoffaufnahme) nennt.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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