
Rosa jundzillii
Auch bekannt als: Rosa marginata
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Auffaellig sind bei der Raublättrigen Rose (Rosa marginata/Rosa jundzillii) vor allem die namensgebenden, deutlich rau behaarten Blaetter und ihr kompakter, strauchfoermiger Wuchs. Mit ihren zartrosa Blueten ist sie eine wichtige Lebensgrundlage fuer seltene Schmetterlinge wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder den Mosaik-Dickkopffalter (Muschampia tessellum). Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefaehrdet gefuehrt wird, leistest du mit ihrer Pflanzung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Diese Rose ist ein Juwel fuer jeden, der naturnahe Strukturen schaetzen und erhalten moechte. Hol dir diese seltene Wildrose in deinen Garten und schaffe einen Rueckzugsort fuer spezialisierte Insekten.
Bedrohte Wildrose: Mit 1,44 m Hoehe ein wertvoller Hort fuer seltene Falter.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist diese Rose eine Schluesselpflanze fuer zahlreiche Schmetterlingsarten. Besonders Dickkopffalter wie Spialia sertorius, Spialia rosae und Spialia orbifer profitieren von ihrem Nektarangebot. Auch fuer Arten wie den Frigga-Perlmuttfalter (Boloria frigga) oder den Freija-Perlmuttfalter (Boloria freija) ist sie von Bedeutung. Mit einem Diasporengewicht von 15,7 mg sind ihre Fruechte schwer genug, um vor allem durch Tiere verbreitet zu werden, was sie zu einer wichtigen Nahrungsquelle im Herbst macht. Zudem geht sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) ein, was die Bodenbiologie und Naehrstoffaufnahme unterstuetzt.
Die Raublättrige Rose wird als nicht kindersicher eingestuft, was vor allem an ihren rosentypischen Stacheln liegt. Beim Pflanzen und Pflegen solltest du daher feste Gartenhandschuhe tragen. Sie ist nicht als giftig bekannt, sollte aber wegen der Verletzungsgefahr nicht direkt an engen Gartenwegen stehen, wo Kinder spielen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
1.442 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Waehle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8: Lichtpflanze), damit die Rose ihre volle Bluetenpracht entwickelt.
Boden: Ideal ist ein mittelzehrender (normaler), kalkhaltiger / basischer Boden (Reaktion 7).
Wasser: Die Rose bevorzugt frische, also maessig feuchte Verhaeltnisse (Feuchte 4). Vermeide Staunässe, aber lass den Boden nicht ueber Tage komplett austrocknen.
Pflanzzeit: Setze den Strauch am besten im Fruehling (Maerz-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchsraum: Beachte bei der Planung die endgueltige Wuchshoehe von 1.44 m.
Pflege: Da sie verholzt, ist sie sehr robust. Ein moderater Rueckschnitt kann nach der Bluete erfolgen, um die Form zu erhalten.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind Kalk-Liebhaber wie der Echte Dost (Origanum vulgare). Er teilt die Vorliebe fuer sonnige, kalkreiche Standorte und ergaenzt die Rose oekologisch perfekt.
Die Raublättrige Rose gehoert zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland sowie Oesterreich indigen (einheimisch). Ihr natuerlicher Lebensraum sind oft warme, kalkhaltige Standorte, was sich in ihrem Zeigerwert als Basen- und Kalkzeiger (Reaktion 7) widerspiegelt. Morphologisch zeichnet sie sich als verholzter Strauch aus, der eine charakteristische Blattflaeche von etwa 2134 mm² aufweist. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingefuehrt wurde oder seit jeher heimisch ist) ist sie perfekt an unser Klima angepasst.
1 Video zu Raublättrige Rose
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_948925228
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