Bild folgtKI-generierte IllustrationRosa villosa agg.
Artengruppe
Wer die Apfel-Rose einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die markanten, oft dicht mit weichen Drüsenborsten besetzten Hagebutten und der intensive Harzduft ihrer Blätter sind unverwechselbar. Als heimischer Wildstrauch ist sie ein wertvoller Bestandteil für naturnahe Gärten, da sie mit ihren ungefüllten Blüten wertvolle Ressourcen bereitstellt. Da die Art auf der Vorwarnliste der bedrohten Pflanzen steht, leistest du mit ihrer Pflanzung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Besonders die tierische Ausbreitung ihrer schweren Samen zeigt, wie eng sie mit der heimischen Fauna vernetzt ist. Hol dir diesen robusten Naturschatz in deinen Garten.
Wilder Duft und Artenschutz auf 0,99 m: Die Rose für Kenner.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist die Apfel-Rose ein wichtiger Baustein für die Biodiversität. Ihre schweren Diasporen (Samenkörner mit ca. 16,5 mg) werden vor allem durch Tiere verbreitet, was auf eine hohe Bedeutung als Nahrungsquelle für Vögel und kleine Säugetiere hindeutet. Die ungefüllten Blüten bieten fliegenden Bestäubern leicht zugänglichen Pollen. Durch ihre Einordnung in die Vorwarnliste (Rote Liste V) ist sie besonders förderwürdig. Zudem geht sie eine Symbiose mit VAR-Mykorrhizapilzen (spezielle Bodenpilze zur Nährstoffaufnahme) ein, was die Bodengesundheit in deinem Garten stärkt. Das dichte, verholzte Geäst bietet zudem ganzjährigen Schutzraum.
Die Apfel-Rose wird als nicht kindersicher eingestuft, da sie wie die meisten Wildrosen wehrhafte Stacheln an den Zweigen besitzt. Diese können bei Kontakt zu Hautverletzungen führen. Die Früchte sind ungiftig, sollten aber aufgrund der feinen Härchen im Inneren mit Vorsicht verarbeitet werden. Achte darauf, den Strauch mit etwas Abstand zu Spielbereichen zu pflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
0.988 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Rose einen hohen Lichtbedarf (Lichtwert 7) hat.
Boden: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Nährstoffe: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne übermäßige Düngung ist ideal.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen bis basischen Boden für eine optimale Entwicklung.
Wuchshöhe: Plane fest mit einer Endhöhe von 0,99 m ein, was sie ideal für mittlere Hecken macht.
Pflanzzeit: Setze den Strauch am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Pflege: Ein Rückschnitt ist kaum nötig, veraltete Triebe können im Spätwinter entfernt werden.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) — sie besiedelt ähnliche kalkhaltige Standorte und ergänzt die Rose im Frühjahr optisch.
Die Apfel-Rose (Rosa villosa agg.) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland als indigen (einheimisch) eingestuft. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst vor allem Waldränder, Gebüsche und steinige Hänge, bevorzugt auf kalkhaltigen (basischen) Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren gedrungenen, strauchförmigen Wuchs und die charakteristischen, oft apfelförmigen Früchte aus. Sie gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) und bevorzugt mäßig warme Standorte. Aktuell wird sie auf der Roten Liste in der Kategorie V (Vorwarnliste) geführt.
3 Videos zu Apfel-Rose (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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