Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus bertramii
Auch bekannt als: Bertram-Brombeere, Rubus bertramii
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
An ihrem typischen Wuchs als verholzter Strauch laesst sich Bertrams Brombeere (Rubus bertramii) sofort erkennen. Sie ist eine wertvolle Bereicherung fuer naturnahe Gaerten, da sie vor allem spezialisierten Schmetterlingen als wichtige Nahrungsquelle dient. Nach aktuellen Bestaeubungsdaten profitieren Arten wie der Rote Wuerfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Heilziest-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) von ihren Blueten. Da sie auf sauren Boeden gut gedeiht, schliesst sie oekologische Luecken, die viele Zierpflanzen nicht füllen koennen. Wenn du einen eher naturbelassenen Gartenbereich hast, ist dieser Strauch ein Gewinn fuer die Artenvielfalt. Du tust damit aktiv etwas fuer den Erhalt unserer heimischen Insektenwelt.
Die rettende Sommerinsel fuer seltene Dickkopffalter und Perlmuttfalter.
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Dieser Strauch ist eine wichtige Tankstelle fuer eine Vielzahl von Schmetterlingen. Nach den vorliegenden Daten fliegen vor allem Arten wie der Westliche Wuerfel-Dickkopffalter (Spialia rosae) und der Hufeisenklee-Wuerfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) die Blueten an. Auch Perlmuttfalter, darunter der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) oder der Nordische Perlmuttfalter (Boloria frigga), nutzen Bertrams Brombeere als Nahrungsquelle. Die leichten Samen bieten zudem Potenzial fuer die Fernausbreitung, was zur Vernetzung von Biotopen beitraegt. Da die Bluetezeit in die Monate Juli und August faellt, ist sie eine verlaessliche Futterquelle im Hochsommer.
Bertrams Brombeere ist nicht als kindersicher eingestuft. Dies liegt an den fuer die Gattung Rubus typischen Stacheln am verholzten Strauch, die bei Beruehrung zu oberflaechlichen Kratzern fuehren koennen. Die Pflanze selbst ist jedoch nicht giftig, sodass sie fuer Gaerten mit groesseren Kindern oder Haustieren unbedenklich ist, sofern man den Kontakt mit den Stacheln meidet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Waehle einen sonnigen Platz (Lichtwert 7), damit der Strauch reichlich blueht.
Boden: Die Pflanze bevorzugt sauren Boden (Reaktionswert 3). Auf stark kalkhaltigen Boeden solltest du sie nicht pflanzen.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (Feuchtewert 4), also mäßig feucht, aber niemals staunass sein.
Naehrstoffe: Als Mittelzehrer (Stufe 5) kommt sie mit normalem Gartenboden ohne zusaetzliche Duengung wunderbar zurecht.
Pflanzzeit: Idealerweise setzt du sie im Fruehling (Maerz-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da sie verholzt, koennen aeltere Triebe nach der Erntezeit bodennah ausgelichtet werden.
Pflanzpartner: Die Besenheide (Calluna vulgaris) ist eine hervorragende Partnerin, da sie die gleichen sauren Bodenverhaeltnisse schaetzt und oekologisch perfekt zum Strauch passt.
Bertrams Brombeere (Rubus bertramii) gehoert zur Familie der Rosengewaechse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Ihr natuerlicher Lebensraum sind frische, eher naehrstoffmittlere Standorte auf sauren Boeden. Als verholzter, breitblaettriger Strauch ist sie gut an moderate Temperaturen angepasst. Die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten der Pflanze) mit einem Gewicht von etwa 2,78 mg deuten darauf hin, dass sie auch ueber groessere Distanzen durch Wind oder Tiere verbreitet werden koennen.
3 Videos zu Bertrams Brombeere



12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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