Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus canescens var. canescens
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Wer die Graublatt-Brombeere (Rubus canescens var. canescens) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre Blätter sind durch eine dichte Behaarung auffallend grau-weißlich gefärbt und der Wuchs bleibt mit einer Höhe von 1.36 m angenehm kompakt. Diese heimische Art ist ein wertvoller Baustein für Ihren Garten, da sie als Nektarquelle für Insekten wie die Erdhummel (Bombus terrestris) dient. Im Gegensatz zu vielen gezüchteten Sorten ist sie perfekt an trockene Standorte angepasst. Sie bietet zudem einen geschützten Rückzugsort für kleine Gartenbewohner. Wenn Sie eine robuste Wildart suchen, die wenig Arbeit macht, ist dieser Strauch die richtige Wahl für Ihren Naturgarten.
Grau belaubter Überlebenskünstler: Nektarquelle und Schutzraum bis 1.36 m Höhe.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Graublatt-Brombeere eine wichtige Anlaufstelle für die Erdhummel (Bombus terrestris), die den Nektar der Blüten intensiv nutzt. Auch für größere Gartenbesucher ist der Strauch von Bedeutung: Das Reh (Capreolus capreolus) nutzt die Blätter gelegentlich als mineralstoffreiche Nahrung. Die Früchte dienen verschiedenen Vögeln als Energielieferant. Die leichten Samen, auch Diasporen (Ausbreitungseinheiten) genannt, wiegen nur 3.89 mg und werden durch den Wind oder Tiere über weite Strecken verbreitet. Durch die verholzten, dichten Zweige entstehen wertvolle Nist- und Versteckmöglichkeiten für Singvögel und kleine Säugetiere.
Die Graublatt-Brombeere gilt als nicht kindersicher, da sie wie fast alle Brombeerarten Stacheln besitzt, die zu kleinen Kratzern führen können. Die Pflanze selbst ist ungiftig und die Beeren sind essbar. Eine Verwechslung mit giftigen Arten ist bei der Beerenreife aufgrund der charakteristischen Fruchtform nahezu ausgeschlossen. Dennoch sollte man beim Pflanzen Handschuhe tragen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
1.361 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz, damit die Blätter ihre typische silbrig-graue Färbung voll entfalten.
Der Boden sollte eher trocken und gut durchlässig sein; Staunässe (stehendes Wasser) verträgt der Strauch nicht.
Pflanzzeit Frühling: Maerz bis Mai, idealerweise solange der Boden nach dem Winter noch feucht ist.
Pflanzzeit Herbst: September bis November, damit die Wurzeln vor dem ersten Bodenfrost Halt finden.
Halte bei der Pflanzung die Wuchshöhe von 1.36 m im Blick und lasse etwa einen Meter Abstand zu Nachbarpflanzen.
Ein Rückschnitt der zweijährigen Ruten direkt über dem Boden nach der Ernte fördert die Vitalität.
Da die Pflanze verholzt ist, benötigt sie nach dem Anwachsen nur bei extremer Hitze zusätzliche Wassergaben.
Gute Partnerin: Die Echte Agrimonie (Agrimonia eupatoria) – sie liebt ähnliche trockene Standorte und ergänzt das Blütenangebot im Hochsommer.
Die Graublatt-Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Gattung Rubus. In Deutschland ist sie als indigene (einheimische) Art fest etabliert und besiedelt bevorzugt sonnige Waldränder sowie Gebüsche auf eher trockenen Standorten. Auffällig sind die breitblättrigen, verholzten Triebe, die eine exakte Wuchshöhe von 1.36 m erreichen. Die namensgebende Behaarung der Blattunterseiten schützt die Pflanze vor zu starker Verdunstung an heißen Tagen. Als Strauch bildet sie eine stabile Struktur im Gartenraum, ohne dabei so stark zu wuchern wie andere Verwandte.
3 Videos zu Graublatt-Brombeere



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →