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Rubus confusidens
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Auch bekannt als: Rubus confusidens
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Wirrzähnige Brombeere (Rubus confusidens) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie besticht durch ihren charakteristischen Wuchs und die namensgebende, unregelmäßige Zähnung der Blattränder. Als heimisches Rosengewächs ist sie eine echte Seltenheit und wird auf der Roten Liste als stark gefährdet geführt. Besonders Dickkopffalter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Malven-Dickkopffalter (Spialia orbifer) sind auf solche speziellen Wildarten angewiesen. In deinem Naturgarten leistest du mit dieser Pflanze einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz, da du eine bedrohte Spezies vor dem Verschwinden bewahrst. Wenn du eine ökologische Nische besetzen möchtest, die weit über die gewöhnliche Gartenbrombeere hinausgeht, liegst du hier genau richtig.
Stark gefährdete Rarität: Dein Garten als Rettungsinsel für seltene Dickkopffalter.
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Diese Brombeere ist ein bedeutender Anziehungspunkt für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders Dickkopffalter wie Spialia rosae, der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum) und Muschampia tessellum von den Blüten. Auch Perlmuttfalter-Arten wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris), Boloria frigga und Boloria freija nutzen das Angebot. Die dichten Ruten bieten zudem sichere Nistplätze für heimische Vögel und Verstecke für Kleinsäuger. Da die Art in der freien Natur selten geworden ist, fungiert jeder Gartenstandort als Trittsteinbiotop für den Erhalt dieser Insektenvielfalt. Die Pflanze lebt in Symbiose mit AM-Mykorrhiza (einer Form der Wurzelpilz-Gemeinschaft), was ihre Nährstoffaufnahme und Widerstandskraft im Boden verbessert.
Bitte beachte, dass die Wirrzähnige Brombeere aufgrund ihrer wehrhaften Stacheln als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie sollte daher eher im Randbereich des Gartens oder als natürliche Barriere gepflanzt werden. Die Früchte sind wie bei allen heimischen Rubus-Arten genießbar, eine Verwechslung mit giftigen Arten ist bei Kenntnis der typischen Brombeerblätter nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Die Wirrzähnige Brombeere (Rubus confusidens) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wird in Deutschland als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 ohne direktes Zutun des Menschen einwanderte) eingestuft. Ihr natürlicher Lebensraum sind meist lichte Waldränder oder Gebüsche auf neutralen bis schwach sauren Böden. Mit dem Status 2 der Roten Liste gilt sie als stark gefährdet, was ihre Ansiedlung im Garten besonders wertvoll macht. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre markanten Blattzähne aus, die ihr das typische, namensgebende Erscheinungsbild verleihen.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.