Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus leucandrus
Auch bekannt als: Rubus leucandrus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch fuer die Weißmännige Brombeere (Rubus leucandrus) sind ihre leuchtend weißen Bluetenstaende, die im Fruehsommer an den bewehrten Ranken erscheinen. Diese heimische Wildpflanze ist ein unverzichtbarer Baustein fuer oekologische Hecken, da sie nach aktuellen Daten eine Vielzahl seltener Schmetterlinge unterstuetzt. Besonders Arten wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) sind auf das Nektarangebot angewiesen. In deinem Garten bietet sie nicht nur Schutzraum fuer Kleintiere, sondern auch eine natuerliche Dynamik, die du mit dem richtigen Schnitt gut steuern kannst. Wenn du einen halbschattigen Platz frei hast, wirst du mit dieser robusten Art viel Freude haben.
Heimische Wildkraft: Die Schluesselpflanze fuer seltene Würfel-Dickkopffalter.
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Diese Art ist eine wertvolle Nektarquelle fuer spezialisierte Bestaeubergruppen. Nach aktuellen Bestaeubungsdaten profitieren insbesondere Würfel-Dickkopffalter wie Spialia sertorius, Spialia rosae und Spialia orbifer von den Blueten. Auch seltene Perlmuttfalter-Arten der kuehleren Regionen, darunter der Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga), der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) und Boloria freija, nutzen die Pflanze als wichtige Nahrungsquelle. Die dichten Ranken dienen zudem als geschuetzter Brutplatz fuer heimische Singvoegel. Da sie zu den Mittelzehrern gehoert, bereichert sie den Garten, ohne andere schwachwuechsige Arten sofort zu verdraengen.
Die Weißmännige Brombeere ist nicht giftig, wird jedoch aufgrund ihrer ausgepraegten Stacheln als nicht kindersicher eingestuft. Bei der Gartenarbeit solltest du feste Handschuhe tragen, um Verletzungen zu vermeiden. In Gaerten mit spielenden Kindern ist ein Platz am Grundstuecksrand oder innerhalb einer dichten Hecke empfehlenswert.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Lichtbedarf (Ellenberg 6): Waehle einen Platz im Halbschatten, da die Pflanze keine pralle Mittagssonne benoetigt.
Bodenfeuchte (Ellenberg 4): Achte auf einen frischen, also maeßig feuchten Boden; vermeide jedoch Staunaesse (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Naehrstoffe (Ellenberg 4): Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne starke Duengung ist ideal.
Pflanzzeit: Setze die Brombeere im Fruehling (Maerz-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden nicht gefroren ist.
Bodenvorbereitung: Eine leichte Lockerung des Bodens unterstuetzt die Etablierung der Wurzelpilze (Mykorrhiza).
Pflege: Schneide zweijaehrige Ruten, die bereits getragen haben, nach der Ernte bodennah ab, um Platz fuer junge Triebe zu schaffen.
Pflanzabstand: Plane etwa 1 bis 1,5 Meter zu benachbarten Gehoelzen ein, damit sich die Ranken entfalten koennen.
Gute Partnerin: Der Gewoehnliche Hasel (Corylus avellana) bietet aehnliche Standortansprueche und bildet zusammen mit der Brombeere eine wertvolle, heimische Sichtschutzhecke.
Die Weißmännige Brombeere gehoert zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). In Deutschland ist sie als indigen (heimisch) eingestuft und besiedelt vorzugsweise Standorte in kuehleren, teils nordischen oder alpinen Lagen. Ihr natuerlicher Lebensraum umfasst lichte Waldraender und Gebuesche auf maezig feuchten Boeden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre typischen Brombeerblueten und eine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen aus, der Arbuskulaeren Mykorrhiza (AM), welche die Naehrstoffaufnahme unterstuetzt. Die Pflanze ist gut an neutrale bis schwach saure Bodenverhaeltnisse angepasst.
3 Videos zu Weißmännige Brombeere
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →