Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus lictorum
Auch bekannt als: Rubus lictorum
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für die Liktoren-Haselblattbrombeere (Rubus lictorum) sind ihre charakteristisch geformten Blätter, die stark an die Haselnuss erinnern, und der bogig überhängende Wuchs. Als heimisches Rosengewächs ist sie ein unverzichtbarer Baustein für Deinen Naturgarten, da sie spezialisierten Insekten wie dem Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder dem Rosen-Malven-Dickkopffalter (Spialia rosae) wertvollen Nektar bietet. Wer diese Brombeere pflanzt, schafft einen echten Hotspot für die Artenvielfalt, ohne dabei auf eine robuste Pflanze verzichten zu müssen. Mit ihrer Hilfe verwandelst Du ungenutzte Ecken in ein lebendiges Biotop. Du wirst schnell merken, wie viel Leben sie in Deinen Garten zieht.
Nektar-Hotspot für 8 seltene Schmetterlingsarten wie den Dickkopffalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Diese Brombeerart ist eine wertvolle Tankstelle für eine Vielzahl von Tagfaltern. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere seltene Dickkopffalter wie der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) und der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum) von ihren Blüten. Auch für Perlmuttfalter wie den Arktischen Perlmuttfalter (Boloria polaris) und den Moor-Perlmuttfalter (Boloria frigga) stellt sie eine wichtige Nahrungsquelle dar. Im Winter bieten die verbliebenen Ruten und Blätter Unterschlupf für nützliche Insekten. Da sie eine einheimische Art ist, fügt sie sich perfekt in die regionalen Nahrungsketten ein und unterstützt das Überleben bedrohter Schmetterlingsarten in Deinem Garten.
Die Liktoren-Haselblattbrombeere ist nicht giftig, wird aber aufgrund ihrer Wehrhaftigkeit durch Stacheln als nicht kindersicher eingestuft. In Gärten mit kleinen Kindern solltest Du sie eher in Hintergrundbereiche pflanzen, wo nicht getobt wird. Die Früchte sind für Menschen unbedenklich, sollten aber primär als Vogelnahrung im Garten belassen werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen Standort im Halbschatten oder an einem sonnigen Gehölzrand.
Der Boden sollte humos (reich an zersetztem organischem Material) und gut durchlüftet sein.
Pflanzzeit Frühling: Von März bis Mai, idealerweise an trüben Tagen, damit die Wurzeln nicht austrocknen.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 1,5 Metern ein, um den Ranken genügend Platz zur Entfaltung zu geben.
Eine mäßige Bodenfeuchte ist ideal; vermeide jedoch Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich).
Ein vorsichtiger Rückschnitt alter Ruten im Spätwinter fördert den Neuaustrieb.
Da die Triebe Stacheln tragen, empfiehlt sich das Tragen von festen Gartenhandschuhen bei der Pflege.
Gute Partnerin: Die Hundsrose (Rosa canina) — sie hat ähnliche Standortansprüche und ergänzt die ökologische Nische für Vögel und Insekten perfekt.
Die Liktoren-Haselblattbrombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland indigen (einheimisch). In der Natur besiedelt sie bevorzugt Waldränder und Gebüsche, wo sie als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) fest etabliert ist. Eine morphologische Besonderheit ist ihre Symbiose mit der Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einer Form der Bodenpilz-Verbindung zur besseren Nährstoffaufnahme. Sie zeichnet sich durch ihre Beständigkeit aus und gilt nach der Roten Liste als nicht gefährdet, was sie zu einem stabilen Element im heimischen Ökosystem macht.
1 Video zu Liktoren-Haselblattbrombeere
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →