Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus mucronulatus
Auch bekannt als: Rubus mucronulatus
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren kräftigen Trieben und dem typischen Wuchs der Rosengewächse fällt die Pickelhauben-Brombeere (Rubus mucronulatus) sofort auf. Als indigene (einheimische) Wildart ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil für einen Garten, der mehr sein will als nur Zierde. Sie dient als wichtige Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und bietet mit ihren Blüten im Hochsommer wertvollen Nektar. Wenn du also eine naturnahe Ecke gestalten möchtest, liegst du mit dieser robusten Art genau richtig. Du förderst damit gezielt die Artenvielfalt, die in aufgeräumten Gärten oft keinen Platz mehr findet.
Heimische Kraftquelle für seltene Würfel-Dickkopffalter von Juni bis Juli.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Wildbrombeere eine Lebensader für zahlreiche Falterarten. Besonders die Dickkopffalter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) und Arten wie Spialia rosae finden hier Nahrung. Auch seltener vorkommende Arten wie der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) oder Muschampia cribrellum profitieren von ihrem Angebot. In kühleren Regionen fliegen zudem Perlmuttfalter-Arten wie Boloria polaris, Boloria frigga und Boloria freija die Blüten an. Für Vögel stellen die Früchte im Spätsommer eine energiereiche Nahrungsquelle dar, während das dichte Gestrüpp sichere Nistplätze bietet.
Die Pickelhauben-Brombeere ist nicht kindersicher, da sie wie die meisten Wildbrombeeren mit Stacheln bewehrt ist, die bei unvorsichtiger Berührung zu Kratzern führen können. Giftige Verwechslungsgefahren bestehen innerhalb der Gattung Rubus im heimischen Raum nicht, da die Früchte generell als essbar gelten. Achte beim Pflanzen dennoch auf einen Standort, an dem man nicht unmittelbar im Vorbeigehen hängen bleibt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz aus (Ellenberg Licht 7).
Boden: Ein normaler, frischer Gartenboden ohne Staunässe ist ideal (Ellenberg Feuchte 4).
Nährstoffe: Mäßiges Düngen reicht aus, da sie als Mittelzehrer (Ellenberg Nährstoffe 5) gut mit normalem Boden zurechtkommt.
Bodenreaktion: Sie bevorzugt neutrale bis schwach saure Verhältnisse (Ellenberg Reaktion 4).
Pflanzzeit: Setze die Brombeere im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Pflege: Ein Rückschnitt alter Ruten im späten Winter sorgt für gesundes Wachstum und hält den Strauch in Form.
Mykorrhiza: Die Pflanze geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza - eine Symbiose mit Bodenpilzen) ein, was die Nährstoffaufnahme verbessert.
Pflanzpartner: Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) ist eine gute Nachbarin, da sie ähnliche Standortansprüche teilt und die Krautschicht ökologisch sinnvoll ergänzt.
Die Pickelhauben-Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum erstreckt sich über Gebiete, die mäßig warm und neutral bis schwach sauer sind. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) besiedelt sie bevorzugt frische (mäßig feuchte) Standorte in voller Sonne. Botanisch zeichnet sie sich durch die typische Rubus-Wuchsform aus, wobei sie eine wichtige Rolle im Ökosystem als Pionierpflanze und Schutzraum übernimmt.
3 Videos zu Pickelhauben-Brombeere
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →