Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus scaber
Auch bekannt als: Rubus scaber
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Scharfe Brombeere (Rubus scaber) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihrer ungewöhnlich geringen Wuchshöhe von nur 0,18 m weicht sie deutlich vom Bild der meterhohen Brombeergestrüppe ab. Für deinen Naturgarten ist dieser Zwergstrauch ein echter Schatz, denn er gilt als stark gefährdet und steht auf der Roten Liste. Besonders spezialisierte Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Polar-Perlmuttfalter (Boloria polaris) nutzen sie als wichtige Nahrungsquelle. Wenn du eine Vorliebe für botanische Raritäten hast und gleichzeitig bedrohten Faltern helfen möchtest, ist diese kleine Brombeere genau die richtige Wahl für deine Gartenstandorte im Halbschatten.
Kleiner Riese für den Artenschutz: 18 cm geballte Lebenskraft für seltene Falter.
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Diese Brombeere ist ein spezialisierter Futterplatz für eine Reihe seltener Falter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere Würfel-Dickkopffalter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Rosen-Würfel-Dickkopffalter (Spialia rosae) und der Malven-Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer). Auch Raritäten wie der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum) und der Mosaik-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) fliegen die Blüten an. Zudem dient sie als wichtige Ressource für Perlmuttfalter, darunter der Polar-Perlmuttfalter (Boloria polaris), der Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga) und der Alpenmatten-Perlmuttfalter (Boloria freija). Mit dem Schutz dieser nach Roter Liste 2 gefährdeten Art in deinem Garten sicherst du das Überleben dieser spezialisierten Insekten.
Die Scharfe Brombeere wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den gattungstypischen Stacheln, die bei Berührung zu schmerzhaften Kratzern führen können. Eine Giftwirkung ist nicht bekannt, dennoch sollte die Pflanze aufgrund der mechanischen Verletzungsgefahr nicht direkt am Rand von Kinderspielbereichen gepflanzt werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.182 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), da die Pflanze keine pralle Mittagssonne verträgt.
Achte auf einen frischen, mäßig feuchten Boden (Ellenberg Feuchte 4), der niemals ganz austrocknet.
Der Boden sollte ein Mittelzehrer-Substrat sein (Ellenberg Nährstoffe 5), was einem normalen, mäßig nährstoffreichen Gartenboden entspricht.
Die Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Halte den Boden im neutralen bis schwach sauren Bereich (Ellenberg Reaktion 5).
Aufgrund der geringen Wuchshöhe von 0,18 m ist kein Rückschnitt zur Begrenzung notwendig; entferne lediglich abgestorbene Triebe.
Da sie mäßig warme Standorte bevorzugt (Ellenberg Temperatur 4), ist ein windgeschützter Platz ideal.
Gute Partnerin: Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) – sie besiedelt ähnliche halbschattige Standorte und ergänzt die Scharfe Brombeere ökologisch hervorragend.
Die Scharfe Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine indigene (ursprünglich heimische) Art in Deutschland und Österreich. Ihr natürlicher Lebensraum sind halbschattige Standorte auf frischen, also mäßig feuchten Böden. Als verholzter Strauch bleibt sie mit exakt 0,18 m extrem niedrig und bildet eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM aus. Trotz ihrer geringen Größe zeigt sie die typischen Merkmale ihrer Gattung, wie den verholzten Wuchs und die charakteristischen, breitblättrigen Laubblätter.
3 Videos zu Scharfe Brombeere
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →