Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus sprengeliusculus
Auch bekannt als: Rubus sprengeliusculus
An ihren breit gefächerten Blütenständen und den namensgebenden, der Hasel ähnlichen Blättern lässt sich die Breitrispige Haselblattbrombeere (Rubus sprengeliusculus) sofort erkennen. Du holst dir mit ihr eine absolute Seltenheit in den Garten, da sie auf der Roten Liste als vom Aussterben bedroht geführt wird. Da für diese spezielle Art keine detaillierten Bestäuberdaten vorliegen, dient sie in deinem Naturgarten primär als wertvoller Baustein zur Erhaltung der regionalen genetischen Vielfalt. Sie bietet Struktur und Schutzraum in naturnahen Hecken. Mit der Ansiedlung dieser Pflanze leistest du einen ganz praktischen Beitrag zum Artenschutz, indem du einer fast verschwundenen Art eine Heimat gibst.
Botanischer Schatz für deinen Garten: Bewahre eine vom Aussterben bedrohte Art.
Als einheimisches Rosengewächs besitzt diese Brombeere einen hohen ökologischen Eigenwert, auch wenn spezifische Interaktionsdaten für diese seltene Art fehlen. Der Wert für deinen Garten liegt vor allem in der Erhaltung einer vom Aussterben bedrohten Art (Rote Liste 1). Das dichte Geflecht der Ruten bietet Kleinsäugern und bodennah brütenden Vögeln wichtigen Schutz vor Fressfeinden. Die Blüten stellen im Vorsommer eine Energiequelle für fliegende Insekten dar, während die Früchte im Spätsommer als Nahrung dienen. Durch die Pflanzung in deinem Garten schaffst du ein Refugium für eine Pflanze, die in der freien Landschaft kaum noch Überlebenschancen hat.
Die Breitrispige Haselblattbrombeere wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an ihren dornigen Trieben, die bei unvorsichtiger Berührung zu schmerzhaften Kratzern führen können. Die Pflanze selbst ist nicht giftig, sollte aber aufgrund der mechanischen Verletzungsgefahr nicht direkt an Spielbereichen stehen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), an dem die Pflanze täglich mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (normaler Gartenboden) und benötigt keine zusätzliche Düngung.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet, vermeide aber Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Brombeere im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Bodenbeschaffenheit: Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionswert 6) ist ideal; bei sehr kalkhaltigen Böden hilft etwas Laubkompost.
Pflege: Da es sich um eine Wildart handelt, ist ein Rückschnitt nur nötig, wenn sie zu viel Raum einnimmt.
Sicherheit: Beachte bei der Standortwahl die Dornen, da die Pflanze nicht als kindersicher eingestuft wird.
Pflanzpartner: Die Hasel (Corylus avellana) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an Boden und Feuchtigkeit stellt.
Die Breitrispige Haselblattbrombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland. In der freien Natur besiedelt sie bevorzugt Waldränder und Lichtungen auf frischen, mäßig nährstoffreichen Böden. Morphologisch (vom äußeren Bau her) zeichnet sie sich durch ihre charakteristischen Blatt- und Blütenformen aus, die sie von den hunderten anderen Brombeer-Sippen unterscheiden. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde oder hier entstand) ist sie tief in unserer Landschaftsgeschichte verwurzelt, heute jedoch extrem selten geworden.
1 Video zu Breitrispige Haselblattbrombeere
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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