Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus subg. Cylactis
Du erkennst die Steinbeere (Rubus subg. Cylactis) an ihren langen, peitschenartigen Ausläufern und den dreizähligen Blättern, die stark an die der Walderdbeere erinnern. In unseren Gärten ist sie eine echte Seltenheit und ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz, da sie auf der Roten Liste mit der Stufe V (Vorwarnliste) geführt wird. Diese heimische Wildpflanze ist perfekt für naturnahe Gärtner, die auch schattige oder schwierige Standorte ökologisch aufwerten möchten. Da sie indigen (ursprünglich in der Region beheimatet) ist, fügt sie sich nahtlos in das heimische Ökosystem ein. Mit ihrer Pflanzung hilfst du aktiv dabei, eine bedrohte Pflanzenart in der Kulturlandschaft zu erhalten.
Heimische Rarität für den Schatten: Schütze eine Art der Vorwarnliste aktiv.
Die ökologische Bedeutung dieser Art ergibt sich vor allem aus ihrem Status als indigene Pflanze und ihrer Einstufung auf der Vorwarnliste der Roten Liste. In der freien Natur fungiert sie als wichtiger Bestandteil der Bodenvegetation in lichten Gebirgswäldern. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten in der vorliegenden Basis fehlen, ist bekannt, dass heimische Rubus-Arten als Pollen- und Nektarquelle für verschiedenste Insekten dienen. Die roten Früchte werden im Spätsommer von Vögeln und kleinen Säugetieren gefressen, die so zur Verbreitung der Samen beitragen. Ein Garten mit dieser Art wird zum wertvollen Trittsteinbiotop (kleine Lebensräume, die Tieren die Wanderung ermöglichen).
Die Steinbeere wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn die Früchte theoretisch essbar sind, verfügt die Pflanze über feine Stacheln, die bei Berührung unangenehm sein können. Bei Unfällen oder Unsicherheiten ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen halbschattigen bis schattigen Platz, idealerweise unter heimischen Sträuchern.
Achte auf einen kalkhaltigen, humosen Boden (erde mit hohem Anteil an zersetztem organischem Material).
Sorge für eine gleichmäßige Feuchtigkeit, vermeide aber unbedingt Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Pflanze im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 40 Zentimetern ein, damit sich die Ausläufer ausbreiten können.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, eine Mulchschicht aus Laub im Herbst entspricht ihrem natürlichen Waldstandort.
Da die Pflanze bodennah wächst, ist ein Rückschnitt für die Vitalität nicht notwendig.
Gute Partnerin: Die Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige Waldränder und ergänzt das Laubbild.
Die Steinbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Als indigenes Gewächs ist sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt lichte Wälder, steinige Hänge oder Saumstrukturen (Übergangszonen zwischen Wald und Offenland). Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre kriechende Wuchsform und kleine, weiße Blüten aus. Im Gegensatz zu herkömmlichen Brombeeren bildet sie Steinfrüchte aus, deren einzelne Teilfrüchte nur lose zusammenhängen.
1 Video zu Rubus subg. Cylactis
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →