Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus tiliaster
Auch bekannt als: Rubus tiliaster
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Lindenblättrige Haselblattbrombeere (Rubus tiliaster) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre Blätter erinnern verblüffend an die einer Linde, was sie deutlich von anderen Brombeerarten abhebt. Diese seltene Wildpflanze ist ein ökologischer Schatz, da sie spezialisierten und gefährdeten Schmetterlingen wie dem Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) eine lebenswichtige Nahrungsquelle bietet. In Deutschland steht sie bereits auf der Roten Liste, weshalb du mit ihr einen aktiven Beitrag zum Artenschutz direkt vor deiner Terrassentür leistest. Sie ist robust, unkompliziert und weniger wüchsig als die bekannten Garten-Brombeeren. Wenn du eine Schwäche für botanische Besonderheiten hast, wirst du an dieser heimischen Art viel Freude haben.
Rote-Liste-Art im Garten: Ein exklusives Buffet für seltene Dickkopffalter.
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Diese Brombeerart ist eine wertvolle Tankstelle für eine Vielzahl seltener Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere Dickkopffalter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) und der Malven-Dickkopffalter (Spialia orbifer) von ihren Blüten. Auch für Perlmuttfalter-Arten wie den Nordischen Perlmuttfalter (Boloria polaris) und den Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga) stellt sie eine wichtige Ressource dar. Da sie als Arbuskuläre Mykorrhizapflanze (AM - Lebensgemeinschaft mit Wurzelpilzen) lebt, trägt sie aktiv zur Gesundheit und Vernetzung des Bodenökosystems bei. Im Herbst bieten die Früchte zudem Nahrung für heimische Vögel.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da ihre Stacheln bei unvorsichtiger Berührung zu kleinen Kratzern führen können. Giftige Eigenschaften sind nicht bekannt; die Früchte sind theoretisch essbar, sollten aber im Sinne des Naturschutzes vorrangig der Tierwelt überlassen werden. Bei der Pflanzung und Pflege empfiehlt sich das Tragen fester Gartenhandschuhe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort aus (Ellenberg Lichtwert 8), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entwickeln kann.
Der Boden sollte „frisch“ sein (Feuchte 4), was bedeutet, dass er gleichmäßig mäßig feucht bleiben sollte, ohne Staunässe zu bilden.
Ein normaler, neutraler bis schwach saurer Gartenboden (Reaktionswert 5) ohne übermäßige Kalkgaben ist ideal.
Als Mittelzehrer (Nährstoffwert 5) freut sie sich im Frühjahr über eine Gabe reifen Kompost, benötigt aber keinen Kunstdünger.
Die beste Pflanzzeit ist das zeitige Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Wegen der typischen Stacheln ist sie als „nicht kindersicher“ eingestuft; pflanze sie daher eher im Hintergrund und nicht direkt an schmalen Wegen.
Ein gelegentlicher Auslichtungsschnitt fördert die Vitalität, ist aber seltener nötig als bei Kulturbrombeeren.
Gute Partnerin: Die Vogel-Wicke (Vicia cracca) — sie teilt die Standortansprüche und bietet als heimische Kletterpflanze zusätzliche Nektarquellen.
Die Lindenblättrige Haselblattbrombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland. Ihr natürlicher Lebensraum sind lichte Waldränder und Gebüsche auf frischen (mäßig feuchten) Böden in mäßig warmen Lagen. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre breiten, oft herzförmigen Blätter aus, die den typischen Brombeer-Wuchscharakter mit einer besonderen Eleganz verbinden. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) besetzt sie eine wichtige Nische in der regionalen Flora, ist jedoch aufgrund von Lebensraumverlusten in die Rote Liste (Kategorie 3: gefährdet) eingestuft worden.
1 Video zu Lindenblättrige Haselblattbrombeere
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →