Bild folgtKI-generierte IllustrationRumex acetosella subsp. acetosella
Auch bekannt als: Rumex acetosella subsp. acetosella
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die kleinen, pfeilförmigen Blätter mit ihren nach außen gerichteten Ecken und die rötlich überlaufenen Blütenrispen. Der Kleine Sauer-Ampfer (Rumex acetosella subsp. acetosella) ist ein wahrer Spezialist für kargen Boden und zeigt Dir sofort an, wo die Erde im Garten eher sauer und nährstoffarm ist. Er ist eine wertvolle Bereicherung für Magerstandorte, da er spezialisierten Faltern wie dem Arktischen Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) als Lebensgrundlage dient. Wenn Du eine sandige Ecke im Garten hast, die bisher kahl blieb, ist er genau der richtige Pionier. Schau ihn Dir mal aus der Nähe an – er ist ein kleiner Überlebenskünstler, der mit minimalen Ressourcen Großes für die Artenvielfalt leistet.
Unverzichtbarer Magerkünstler: Nahrung für seltene Perlmuttfalter-Arten.
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Der Kleine Sauer-Ampfer ist weit mehr als nur ein Beikraut; er ist eine unverzichtbare Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) sowie die Falterarten Boloria frigga und Boloria angarensis direkt von seinem Vorkommen. Seine winzigen Samen wiegen nur etwa 0.4017 mg und werden leicht vom Wind davongetragen, was ihn zu einem flinken Besiedler ökologischer Nischen macht. Im Winter bieten die vertrockneten Samenstände kleinen Singvögeln eine zusätzliche Nahrungsquelle. Für Deinen Naturgarten ist er wertvoll, weil er auch auf extrem kargen Standorten überlebt, an denen anspruchsvollere Arten keine Chance hätten.
Bitte beachte, dass der Kleine Sauer-Ampfer als nicht kindersicher eingestuft wird. Er enthält Oxalsäure (eine organische Säure), die in größeren Mengen beim Verzehr gesundheitsschädlich sein kann. Während kleine Mengen für Erwachsene als Würze unbedenklich sind, ist im Familiengarten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten. Die Pflanze ist ansonsten eine harmlose, einheimische Wildart.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.179 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Sonne mindestens sechs Stunden am Tag direkt scheint.
Boden: Die Erde sollte mager (nährstoffarm) und kalkfrei sein; die Pflanze ist ein Zeiger für saure Böden.
Feuchtigkeit: Halte den Bereich eher trocken (Feuchtezahl 3), da Staunässe zur Wurzelfäule führen kann.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Wuchs: Aufgrund der geringen Höhe von 0.18 m eignet er sich hervorragend für den Vordergrund von Beeten oder Steingärten.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Blütenstände für die natürliche Selbstaussaat über den Winter stehen.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich durch ihre leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sehr einfach von selbst.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) — sie teilt die Vorliebe für vollsonnige, sandige und kalkarme Standorte.
Als Mitglied der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) gehört der Kleine Sauer-Ampfer zur Gattung Rumex. Er ist in Deutschland und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Pionierstandorte sowie Magerrasen (nährstoffarme Wiesen auf sandigem Grund). Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.18 m bleibt er eher niedrig und bildet oft unterirdische Ausläufer. Ein besonderes Merkmal ist seine ökologische Zeigerfunktion für saure Bodenverhältnisse (Reaktionszahl 3). Die sehr leichten Samen ermöglichen ihm eine effiziente Fernausbreitung durch den Wind, um neue Lücken im Gartenboden schnell zu besiedeln.
3 Videos zu Kleiner Sauer-Ampfer



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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