Bild folgtKI-generierte IllustrationRumex hydrolapathum
Auch bekannt als: Riesenampfer, Riesen-Ampfer, Fluss-Ampfer, Teich-Ampfer
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Fluß-Ampfer durch seine gewaltige Größe von bis zu zwei Metern und die lanzettlichen, am Rand oft leicht gewellten Blätter auf. Als größte heimische Ampferart ist er ein beeindruckendes Strukturelement für jeden feuchten Gartenbereich oder Teichrand. Er ist ökologisch wertvoll, da er spezialisierten Insekten wie dem Schwarzen Ordensband (Mormo maura) als Lebensgrundlage dient. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die auch mit nassen Füßen prächtig gedeiht und deinem Garten Charakter verleiht, liegst du hier genau richtig. Mit dieser Wahl förderst du aktiv die Artenvielfalt an deinem Wasserlauf.
Majestätischer Uferschutz und Kinderstube für das Schwarze Ordensband.
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Der Fluß-Ampfer ist eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für mehrere Schmetterlingsarten, darunter das Schwarze Ordensband (Mormo maura), den Eckfleck-Bürstenspinner (Orgyia recens) und den Nessel-Bärenspinner (Spilosoma urticae). Neben den Faltern profitieren auch spezialisierte Käfer wie der Ampfer-Blattkäfer und der Ampfer-Rüsselkäfer (Apion frumentarium) von der Pflanze. In der kalten Jahreszeit dienen die zahlreich produzierten Samen vielen Vögeln als wichtige Futterquelle. Die Pflanze trägt zudem durch ihr Wurzelwerk zur Reinigung und Stabilisierung von Gewässerrändern bei.
Der Fluß-Ampfer gilt als nicht kindersicher, da er wie viele Ampferarten hohe Konzentrationen an Oxalsäure enthält. Ein Verzehr größerer Mengen kann zu Unverträglichkeiten führen. Im normalen Gartenalltag ist er jedoch handhabbar, solange man darauf achtet, dass Kinder keine Pflanzenteile essen. Verwechslungen mit stark giftigen Wasserpflanzen sind aufgrund der markanten Blattform und Größe unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.38 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Größe erreicht.
Boden: Der Fluß-Ampfer ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Er liebt es nass; ein dauerfeuchter Boden oder die Flachwasserzone des Gartenteichs sind ideal.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da er über Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln zur besseren Nährstoffaufnahme) verfügt, ist er nach dem Anwachsen sehr robust.
Vermehrung: Er versamt sich an geeigneten Stellen von selbst.
Rückschnitt: Schneide die vertrockneten Stängel erst im Spätwinter zurück, um Tieren Unterschlupf zu bieten.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus). Beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und stabilisieren gemeinsam die Uferzone.
Der Fluß-Ampfer (Rumex hydrolapathum) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind die Uferzonen von langsam fließenden oder stehenden Gewässern. Morphologisch zeichnet er sich durch seinen aufrechten Wuchs und die rötlich-braunen Blütenstände aus, die im Sommer erscheinen. Die Pflanze ist ein Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) oder indigen (ursprünglich einheimisch) und gilt in der Region als nicht gefährdet.
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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