Bild folgtKI-generierte IllustrationRumex nivalis
Auch bekannt als: Rumex nivalis, Schnee-Ampfer
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Arten
interagieren
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dokumentiert
An seiner kompakten Wuchsform von nur 10 Zentimetern und den breitblättrigen Rosetten lässt sich der Schnee-Sauer-Ampfer (Rumex nivalis) sofort erkennen. Er ist eine echte botanische Kostbarkeit der Alpen, die als Schwachzehrer (Pflanze, die auf nährstoffarmem Boden wächst) perfekt an karge Standorte angepasst ist. Für seltene Schmetterlinge wie den Alaskischen Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) oder Boloria frigga ist er eine unverzichtbare Lebensgrundlage. Da er in der Natur extrem selten geworden ist, holst du dir mit ihm einen echten Überlebenskünstler in den Steingarten. Schau genau hin, denn diese kleine Pflanze erzählt die Geschichte unserer Hochgebirge.
Alpiner Raritäten-Schutz: Ein 10 cm kleiner Riese für seltene Perlmuttfalter.
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Der ökologische Wert dieses kleinen Ampfers ist enorm, da er auf spezialisierte Bestäuber angewiesen ist. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem seltene Schmetterlinge wie der Alaskische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis), Boloria frigga und Boloria angarensis von seinem Vorkommen. Da er als Schwachzehrer auf mageren Böden gedeiht, fördert er eine spezialisierte Flora und Fauna, die in überdüngten Landschaften keinen Platz mehr findet. Die Samenreife im Spätsommer bietet zudem eine wichtige Nahrungsquelle für Gebirgsvögel. Mit dem Anbau im Garten leistest du einen Beitrag zum Ex-situ-Schutz (Erhalt außerhalb des natürlichen Standorts) dieser auf der Roten Liste R stehenden Art.
Der Schnee-Sauer-Ampfer ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Er enthält wie viele Verwandte Oxalsäure, die bei Verzehr in größeren Mengen ungesund sein kann. Bitte achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile essen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere sicherheitshalber den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.101 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der jedoch kühl gelegen sein sollte – alpine Pflanzen mögen keine stehende Hitze.
Boden: Der Boden muss mager (Schwachzehrer) und kalkhaltig sein (Reaktionswert 8). Mische bei Bedarf reichlich Kalksplitt unter die Erde.
Feuchtigkeit: Halte den Boden gleichmäßig frisch, also mäßig feucht (Feuchtigkeitswert 6), aber vermeide unbedingt Staunässe.
Wuchshöhe: Beachte bei der Standortwahl die geringe Höhe von 0,1 m, damit er nicht von größeren Nachbarn überwachsen wird.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Setzen ist das Frühjahr (April bis Mai) oder der frühe Herbst (September bis Oktober).
Pflege: Er ist sehr pflegeleicht und benötigt keinen Dünger; das Belassen verblühter Stände fördert die natürliche Selbstaussaat.
Gute Partnerin: Die Silberwurz (Dryas octopetala) ist eine ideale Nachbarin, da sie dieselben alpinen Ansprüche an Kalk und Licht stellt.
Der Schnee-Sauer-Ampfer (Rumex nivalis) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige, frische Schneetälchen und Schuttfluren der alpinen Stufe. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,1 m bleibt diese krautige Pflanze sehr niedrig, um dem rauen Wind und Frost der Berge zu trotzen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine unverkennbaren breiten Blätter aus, die auch im Winter bei Schnee oft grün bleiben. In der Roten Liste wird er aufgrund seiner Seltenheit unter der Kategorie R geführt.
3 Videos zu Schnee-Sauer-Ampfer



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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