Bild folgtKI-generierte IllustrationRumex ×pratensis
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An ihren stattlichen, oft über einen Meter hohen Blütenständen und den typischen, am Rand leicht gewellten Ampferblättern lässt sich Rumex ×pratensis sofort erkennen. Da es sich um eine natürliche Kreuzung handelt, vereint sie die Robustheit ihrer Elternarten und bietet eine wertvolle Struktur im Naturgarten. Besonders für spezialisierte Schmetterlinge wie den Arktischen Perlmuttfalter (Boloria frigga) oder den Moor-Perlmuttfalter (Boloria angarensis) ist dieser Ampfer eine lebensnotwendige Ressource. Wenn du in deinem Garten eine nährstoffreiche Ecke hast, in der es etwas wilder zugehen darf, triffst du mit dieser Art eine hervorragende Wahl für den Artenschutz. Du förderst damit gezielt Insekten, die auf solche Nischen angewiesen sind.
Starkzehrer mit Charakter: Ein Magnet für seltene Perlmuttfalter-Arten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Bastard-Ampfer eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Schmetterlingsarten. Insbesondere der Alaskische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis), der Arktische Perlmuttfalter (Boloria frigga) und der Moor-Perlmuttfalter (Boloria angarensis) profitieren von diesem Vorkommen. Während die adulten Falter die Blüten zur Energieaufnahme nutzen, dienen die Blätter verschiedenen Ampfer-Spezialisten als Kinderstube für ihre Raupen. Im Herbst und Winter verwandeln sich die braun werdenden Fruchtstände in eine natürliche Futterstation für Vögel wie den Stieglitz (Carduelis carduelis), der die nahrhaften Samen aus den trockenen Kapseln pickt.
Bitte beachte, dass Rumex ×pratensis als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Ampfer-Arten enthält die Pflanze Oxalsäure, die bei Verzehr größerer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann. In einem Garten mit kleinen Kindern solltest du die Pflanze daher eher im Hintergrund oder in unzugänglicheren Bereichen platzieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8: mindestens 6 Stunden direkte Sonne).
Sorge für einen frischen Boden (Ellenberg Feuchte 4: mäßig feucht, keine Staunässe).
Nutze sehr nährstoffreiche Erde (Ellenberg Nährstoffe 9: Starkzehrer benötigen viel Stickstoff).
Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein (Ellenberg Reaktion 6).
Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 50 Zentimetern ein, da die Rosetten recht breit werden.
Bodenvorbereitung: Reichere das Pflanzloch mit reichlich reifem Kompost an.
Pflege: Schneide die Stängel erst im Spätwinter zurück, damit die Samen im Winter als Vogelfutter dienen können.
Gute Partnerin: Die Große Brennnessel (Urtica dioica) – beide teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Böden und sind wichtige Raupenfutterpflanzen.
Der Bastard-Ampfer (Rumex ×pratensis) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist eine Hybride aus dem Krausen Ampfer (Rumex crispus) und dem Stumpfblättrigen Ampfer (Rumex obtusifolius). Er besiedelt in Mitteleuropa vor allem stickstoffreiche Standorte wie Fettwiesen (nährstoffreiche, intensiv genutzte Wiesen) und Wegränder. Morphologisch zeichnet er sich durch seine Valven (die inneren drei Blütenhüllblätter, die die Frucht umschließen) aus, die Merkmale beider Elternteile in sich vereinen. Die Pflanze bildet tiefe Pfahlwurzeln aus, mit denen sie auch verdichtete Böden erschließt.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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