Bild folgtKI-generierte IllustrationRumex scutatus
Auch bekannt als: oseille ronde
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Unverwechselbar ist der Schild-Ampfer (Rumex scutatus) durch seine namensgebenden schildförmigen Blätter, die oft einen bläulichen Schimmer aufweisen. Diese ausdauernde Pflanze ist ein unkomplizierter Gartenbewohner, der ökologisch als spezialisierte Raupennahrung für den seltenen Violetten Feuerfalter (Lycaena helle) eine große Rolle spielt. Er ist ein Archäophyt (eine Art, die vor langer Zeit eingeführt wurde und als heimisch gilt) und bereichert vor allem sonnige, steinige Plätze. In deinem Naturgarten bietet er eine wichtige Nische für bedrohte Insektenarten. Wenn du eine robuste Art suchst, die wenig Pflege braucht, ist er die richtige Wahl für dich.
Lebenswichtige Futterpflanze für den seltenen Violetten Feuerfalter
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Nach aktuellen ökologischen Daten ist der Schild-Ampfer eine lebensnotwendige Futterpflanze für den Violetten Feuerfalter (Lycaena helle). Die Raupen dieses seltenen Schmetterlings sind auf die Blätter der Pflanze als Nahrungsgrundlage angewiesen. Da die Art als heimisch eingestuft ist, fügt sie sich nahtlos in das lokale Ökosystem ein. Die Samenstände bleiben bis in den Winter hinein stabil und bieten Vögeln eine willkommene Nahrungsquelle in der kargen Zeit. Zudem fördert die Pflanze durch ihre Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen ein gesundes Bodenleben, was die Vitalität der gesamten Pflanzengemeinschaft in deinem Garten stärkt.
Der Schild-Ampfer ist nicht kindersicher, da die Blätter wie bei vielen Ampfer-Arten Oxalsäure enthalten. Ein Verzehr in größeren Mengen kann bei Kindern oder Haustieren zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Er sollte daher bevorzugt in Gartenbereichen gepflanzt werden, die nicht als direkte Spielfläche für Kleinkinder dienen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle für den Schild-Ampfer einen Platz in der vollen Sonne.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein und den Ansprüchen eines Mittelzehrers (Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt) entsprechen.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Dank der Arbuskulären Mykorrhiza (AM - eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen zur Nährstoffaufnahme) kommt er gut mit verschiedenen Bodenverhältnissen zurecht.
Achte darauf, dass der Boden durchlässig bleibt, da die Pflanze keine Staunässe verträgt.
Eine zusätzliche Düngung ist bei normalem Gartenboden nicht notwendig.
Du kannst die Pflanze im Frühjahr einfach durch Teilung des Wurzelstocks vermehren.
Im Herbst reifen die Samen, die du für die Neuaussaat direkt verwenden oder für Vögel stehen lassen kannst.
Eine gute Partnerin ist der Echte Dost (Origanum vulgare) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und fördern gemeinsam die Insektenvielfalt im Garten.
Der Schild-Ampfer (Rumex scutatus) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt natürlicherweise kalkreiche Schutthalden und Felsfluren, was ihn als idealen Besiedler für trockene bis frische Gartenstandorte auszeichnet. Die Pflanze bildet kriechende Ausläufer und trägt charakteristische, leicht fleischige Blätter mit pfeilförmigem Grund. Als Indigen (ursprünglich einheimisch) ist er perfekt an unser regionales Klima angepasst.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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