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Sabulina tenuifolia
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Auch bekannt als: Sabulina tenuifolia
An ihren haardünnen Stängeln und den winzigen, weißen Blütensternen lässt sich die Schmalblättrige Miere (Sabulina tenuifolia) sofort erkennen. Sie wirkt fast zerbrechlich, ist aber eine spezialisierte Überlebenskünstlerin für kargste Standorte. In deinem Garten besetzt sie ökologische Nischen auf extrem trockenen Böden, wo kaum eine andere Pflanze Fuß fasst. Da sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, trägt sie zur Gesundheit des Bodenlebens bei. Wenn du eine sonnige Steinmauer oder ein sandiges Beet hast, ist diese heimische Art eine wunderbare Wahl für dich.
Filigraner Überlebenskünstler für heiße Sandbeete und trockene Steinmauern.
Die Schmalblättrige Miere spielt eine wichtige Rolle in der Vernetzung von Trockenbiotopen. Ein besonderes Merkmal ist ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM). Dies ist eine Symbiose, bei der Pilze die Wurzeln besiedeln und der Pflanze helfen, Wasser und Mineralstoffe aus kargen Böden aufzunehmen, während der Pilz Zucker erhält. Dieser Prozess fördert ein gesundes Bodenmilieu. Da sie bereits ab Mai blüht, stellt sie eine wertvolle Ergänzung im Blühkalender von Steingärten dar. In der Natur ist sie fester Bestandteil geschützter Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen).
Die Schmalblättrige Miere wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen dokumentiert sind, solltest du darauf achten, dass Kleinkinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der sehr feinen, charakteristischen Blattstruktur kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Die Schmalblättrige Miere gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sandige Pionierstandorte. Botanisch zeichnet sie sich durch ihre schmalen, fast nadelartigen Blätter und die fünf weiß leuchtenden Blütenblätter aus. Als einjährige oder kurzlebige Pflanze setzt sie auf eine starke Versamung, um an ihren bevorzugten, offenen Bodenstellen dauerhaft zu bestehen.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•TRY v6.0 / BiolFlor flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Trefflich, A., Klotz, S. & Kühn, I. (2002). Blühphänologie. BIOLFLOR, Schriftenreihe für Vegetationskunde 38:127–131.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.