Bild folgtKI-generierte IllustrationSagina saginoides subsp. saginoides
Auch bekannt als: Sagina saginoides subsp. saginoides
An seinen winzigen, moosartigen Polstern und den zierlichen, fünfzähligen weißen Blüten lässt sich das Alpen-Mastkraut (Sagina saginoides subsp. saginoides) sofort erkennen. Es ist ein faszinierender Bewohner für karge Fugen und Steingärten, der als robuster Bodendecker selbst auf kleinstem Raum ökologische Nischen schließt. Durch seinen extrem flachen Wuchs bleibt es selbst an exponierten, windigen Stellen in deinem Garten standhaft. Wer dieses zierliche Gewächs einmal im Detail betrachtet hat, wird die Robustheit hinter der zarten Fassade bewundern. Du kannst mit dieser heimischen Art wunderbar kahle Ecken begrünen, die für andere Pflanzen zu karg sind.
4 Zentimeter pure Alpenkraft: Der robuste Bodendecker für sonnige Fugen.
Dieses Mastkraut trägt zur Bodengesundheit bei, indem es eine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht, die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) genannt wird. Diese Verbindung hilft der Pflanze, Nährstoffe effizienter aufzunehmen und fördert gleichzeitig das Bodenleben. Die Ausbreitung erfolgt über winzige Samen mit einem Gewicht von nur 0,0319 Milligramm, die durch den Wind über weite Strecken getragen werden können. Da es eine heimische Art ist, stabilisiert es das ökologische Gefüge in alpinen Steingärten. Es dient zudem als schützender Lückenfüller, der Kleinstlebewesen im Bodenbereich wertvollen Lebensraum und Schutz vor Austrocknung bietet.
Da das Alpen-Mastkraut in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft wird, solltest du bei der Pflanzung in der Nähe von Spielbereichen vorsichtig sein. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs durch Kinder ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 erreichbar. Die Pflanze eignet sich daher am besten für dekorative Fugen oder Steingärten, die nicht direkt zum Spielen genutzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.037 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus, da das Alpen-Mastkraut sehr lichtbedürftig ist.
Der Boden sollte ein normaler Gartenboden sein; als Mittelzehrer benötigt die Pflanze keine zusätzliche Düngung.
Achte darauf, den Boden „frisch“ (mäßig feucht) zu halten, ohne dass Staunässe entsteht.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Berücksichtige bei der Standortwahl die geringe Wuchshöhe von nur 0,04 Metern, damit sie nicht von größeren Nachbarn überwachsen wird.
Eine Bodenvorbereitung ist meist nicht nötig, solange der Standort offen und unbewachsen ist.
Die Pflanze verbreitet sich durch sehr leichte Samen selbstständig über den Wind.
Gute Partnerin: Zwerg-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, frische Fugen und ergänzt das Grün mit blauen Blüten.
Das Alpen-Mastkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland eine heimische (indigene) Pflanzenart. Sein natürlicher Lebensraum liegt vorwiegend in den Hochgebirgen auf offenen, frischen Böden sowie in lückigen Pionierrasen. Es handelt sich um ein krautiges, nicht verholztes Gewächs, das eine Blattfläche von etwa 8,45 mm² besitzt. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,04 Metern und bildet dichte, flache Matten aus, die an Moospolster erinnern.
2 Videos zu Alpen-Mastkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →