Bild folgtKI-generierte IllustrationSalicornia procumbens
Auch bekannt als: Steifer Queller, Salicornia procumbens
An seinen fleischigen, prallen Gliedern, die fast wie kleine grüne Meereskorallen wirken, lässt sich der Sandwatt-Queller (Salicornia procumbens) sofort erkennen. Diese faszinierende Sukkulente (saftreiche Pflanze zur Wasserspeicherung) ist ein echter Spezialist für Standorte, an denen andere Pflanzen längst aufgeben würden. In deinem Garten ist er ein wertvoller Mosaikstein für die Biodiversität, da er eine ökologische Nische auf feuchten, basenreichen Böden füllt. Seine späte Blüte bis in den Oktober hinein bietet Struktur in einer Zeit, in der vieles andere schon vergeht. Wenn du eine Vorliebe für maritime Lebenskünstler hast, wirst du an diesem 0,4 m hohen Gewächs viel Freude haben.
Ein maritimer Überlebenskünstler: Der 0,4 m hohe Queller bringt Küstenflair.
Obwohl für diese Art keine spezifischen Insektenbeziehungen in den Daten vorliegen, spielt der Sandwatt-Queller eine wichtige Rolle im Naturkreislauf. Seine Samenreife von August bis Oktober fällt in eine Zeit, in der das Nahrungsangebot für Vögel bereits knapper wird. Mit einem Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,47 mg sind die Samen extrem leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Im Winter dienen die stehengebliebenen Pflanzenteile als Strukturgeber und potenzielle Futterquelle für körnerfressende Singvögel. In einem spezialisierten Naturgarten fördert er die Vielfalt, indem er Lebensraum für spezialisierte Bodenorganismen auf feuchten Standorten schafft.
Der Sandwatt-Queller wird in den Garteneigenschaften als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn Verwandte der Art in der Küche genutzt werden, solltest du im Garten vorsichtig sein und Kinder anweisen, nichts von der Pflanze zu verzehren. Bei versehentlichem Verzehr und Unwohlsein ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar. Verwechslungen innerhalb der Gattung Queller sind für Laien häufig, jedoch meist ohne Gefahr.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Aug – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), da die Pflanze keine Beschattung verträgt.
Boden: Der Boden sollte feucht gehalten werden (Feuchtezahl 7), ideal ist ein dauerhaft frischer Untergrund.
Nährstoffe: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) reicht völlig aus, eine Überdüngung sollte vermieden werden.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionszahl 8), um die natürlichen Bedingungen nachzuahmen.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühling zwischen März und Mai aus.
Wuchshöhe: Plane bei der Gestaltung fest mit einer Endhöhe von 0,4 m.
Vermehrung: Da er einjährig ist, solltest du die Samen im Herbst am Stängel reifen lassen, damit er sich durch Selbstaussaat erhält.
Winterschutz: Ein Winterschutz ist nicht nötig, da die Pflanze ihren Lebenszyklus nach der Samenreife beendet.
Gute Partnerin: Strand-Grasnelke (Armeria maritima) – sie gedeiht unter ähnlichen sonnigen Bedingungen und ergänzt die maritime Optik hervorragend.
Der Sandwatt-Queller gehört zur Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) und ist in Deutschland als indigene (einheimische) Art verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Wattflächen und Salzstellen, was ihn als Halophyten (Salzpflanze) ausweist. Morphologisch auffällig ist seine Wuchsform als nicht verholzte Sukkulente, die eine Höhe von genau 0,4 m erreicht. Da seine Blätter stark reduziert sind, übernimmt der fleischige Stängel die Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht). Er gilt als einjähriger Pionier, der offene Bodenstellen schnell besiedelt.
1 Video zu Sandwatt-Queller
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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