Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix myrsinites agg.
Artengruppe
Wer die Myrten-weide einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit einer Wuchshöhe von nur 0,26 m ist dieser winzige Strauch ein echtes Juwel für spezialisierte Gartenbereiche. Diese Weidenart ist in Deutschland vom Aussterben bedroht (Rote Liste: 1) und findet in unseren Gärten oft einen letzten Rückzugsort. Da sie sehr selten ist, ist sie für den Erhalt der biologischen Vielfalt in alpinen Pflanzungen von unschätzbarem Wert. Durch ihre Anpassung an kühle Standorte bringt sie eine faszinierende Gebirgs-Atmosphäre in dein grünes Reich. Wenn du ein Herz für seltene, gebietsfremd Spezialisten hast, ist dieser Zwergstrauch genau die richtige Wahl für dich.
Vom Aussterben bedroht: Hol dir die 26 cm kleine Seltenheit in deinen Garten.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist die Myrten-weide eine hochspezialisierte Art, die auf Ektomykorrhiza (EM) angewiesen ist – eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel, die der Pflanze hilft, in nährstoffarmen Böden zu überleben. Ihre Ausbreitungsstrategie setzt auf den Wind: Die extrem leichten Samen (Diasporen) wiegen nur etwa 0,3889 mg und können so weite Strecken zurücklegen. Da die Art in der Natur extrem selten geworden ist (Rote Liste 1), dient sie im Garten als wichtiges Refugium für die genetische Vielfalt ihrer Gattung. Sie bietet spezialisierten Insekten der alpinen Zonen eine Nahrungsgrundlage in einem Lebensraum, der durch den Klimawandel zunehmend unter Druck gerät.
Die Myrten-weide wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Vorsicht im Umgang mit Kleinkindern geboten ist. Da keine spezifischen Vergiftungssymptome in den Daten vorliegen, sollte die Pflanze dennoch nicht verzehrt werden. Im Falle eines Verdachts auf Vergiftung kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
0.258 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Bodenbeschaffenheit: Der Boden muss kalkhaltig (Reaktionszahl 7) und eher nährstoffarm (Schwachzehrer) sein; mische bei Bedarf Kalksplitt unter den Boden.
Feuchtigkeit: Achte darauf, dass die Erde gleichmäßig frisch (Feuchtezahl 5) bleibt, aber vermeide unbedingt Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Weide im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden nicht gefroren ist.
Wuchs: Mit einer fixen Wuchshöhe von 0,26 m benötigt sie wenig Platz, sollte aber nicht von größeren Pflanzen beschattet werden.
Vermehrung: Die sehr leichten Samen (0,3889 mg) werden durch den Wind verbreitet; im Garten ist sie pflegeleicht und muss kaum geschnitten werden.
Gute Partnerin: Die Silberwurz (Dryas octopetala) — sie ist ebenfalls eine alpine Art, die kalkhaltige, magere Böden liebt und einen schönen Bodenteppich bildet.
Die Myrten-weide (Salix myrsinites agg.) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art. Ihr natürlicher Lebensraum liegt in alpinen und nördlichen Regionen, wo sie auf kalkhaltigen, basenreichen Böden wächst. Typisch ist ihr Standort auf frischen, aber sehr nährstoffarmen Magerstandorten. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist sie perfekt an karge Bedingungen angepasst. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren verholzten, strauchartigen Wuchs und die kleinen, breitblättrigen Blätter aus, die eine Blattfläche von etwa 210,52 mm² erreichen.
3 Videos zu Myrten-weide (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →