Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix purpurea
Auch bekannt als: osier pourpre
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Purpur-Weide (Salix purpurea) an ihren namensgebenden, purpurroten bis gelblich-braunen Zweigen und den meist fast gegenständig angeordneten, bläulich-grünen Blättern. Für deinen Naturgarten ist dieser Strauch besonders wertvoll, da er bereits ab März eine der ersten Energiequellen für die Honigbiene bereithält. Auch spezialisierte Falter wie die Korbweideneule oder Ipimorpha retusa finden hier eine lebenswichtige Grundlage als Raupenfutterpflanze. Mit diesem robusten Gehölz schaffst du ein lebendiges Biotop, das wenig Pflege benötigt und doch große Wirkung zeigt. Wenn du die Artenvielfalt vor deiner Haustür gezielt fördern möchtest, ist diese Weide eine hervorragende Wahl für dein Gartenprojekt.
Purpurrote Zweige und lebenswichtige Frühjahrsnahrung für Bienen ab März.
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Die Purpur-Weide (Salix purpurea) spielt eine zentrale Rolle im Ökosystem deines Gartens. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist sie eine essentielle Raupenfutterpflanze für Falter wie die Korbweideneule und Ipimorpha retusa. Auch der Pappel-Zahnspinner und die Pfeileule nutzen sie zur Fortpflanzung. Für die Honigbiene stellt die frühe Blüte im März und April eine lebenswichtige erste Energiequelle dar, wenn nur wenige andere Pflanzen blühen. Zudem bietet das dichte Gezweig einen geschützten Lebensraum für den Kopfvierpunkt-Marienkäfer und den Schmalen Weidenprachtkäfer (Agrilus viridis). So förderst du mit einem einzigen Strauch die Vielfalt von nützlichen Käfern bis hin zu spezialisierten Nachtfaltern.
Bitte beachte, dass die Purpur-Weide laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akute Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern besteht, sollten Kinder davon abgehalten werden, Teile der Pflanze zu verzehren. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit oder ein Standort im Hintergrund ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.89 m
Wähle für die Purpur-Weide einen sonnigen Standort aus, damit sie ihre volle Vitalität und die charakteristische Rindenfärbung entfalten kann.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; eine normale Gartenerde ohne extreme Staunässe ist ideal.
Da sie zu den Mittelzehrern (Pflanzen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) zählt, musst du den Boden nicht zusätzlich düngen.
Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Ein regelmäßiger Rückschnitt im Spätwinter fördert den Austrieb der farbenfrohen jungen Ruten, die optisch besonders ansprechend sind.
Die Vermehrung gelingt unkompliziert über Steckhölzer, die du im Winter schneidest und einfach in die feuchte Erde steckst.
Achte in den ersten Wochen nach der Pflanzung darauf, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt.
Die Pflanze ist absolut winterhart und benötigt keinen zusätzlichen Frostschutz.
Gute Partnerin: Die Korb-Weide (Salix viminalis) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich hervorragend in einem natürlichen Weidengebüsch.
Die Purpur-Weide (Salix purpurea) gehört zur Gattung der Weiden und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigene (einheimische) Art weit verbreitet. Sie besiedelt natürlicherweise Uferbereiche und feuchte Wiesen, gedeiht aber auch an vielen Standorten außerhalb der Auen. Als Strauch erreicht sie meist Höhen von zwei bis vier Metern und zeichnet sich durch ihre extrem biegsamen, zähen Ruten aus. Eine biologische Besonderheit ist die Ektomykorrhiza (EM), eine Form der Pilzsymbiose an den Wurzeln, die die Nährstoffaufnahme verbessert. In der regionalen Flora wird ihr Gefährdungsstatus auf der Roten Liste als stabil geführt.
3 Videos zu Purpur-Weide



7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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