Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix reticulata
Auch bekannt als: Netzblättrige Weide
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Netz-Weide sofort an ihren rundlichen, oberseits tief netzartig gerunzelten Blaettern und ihrem kriechenden Wuchs, der sich wie ein Teppich ueber den Boden legt. Im Gegensatz zu ihren grossen Verwandten bleibt diese Weide ein winziger Zwergstrauch, der selten hoeher als zehn Zentimeter wird. Sie ist eine lebenswichtige Nahrungsquelle fuer spezialisierte Hochgebirgsarten wie das Alpenwidderchen (Zygaena exulans) und den Hochmoor-Perlmutterfalter (Boloria aquilonaris). Wenn du einen Steingarten oder eine kühle, sonnige Flaeche hast, holst du dir mit ihr ein Stueck echte Alpen-Natur in den Garten.
Alpiner Teppichkuenstler: Einzigartige Netzstruktur und Heimat fuer seltene Falter
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Trotz ihrer geringen Groesse ist die Netz-Weide ein wichtiger Baustein im oekologischen Gefuege. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren seltene Falter wie das Alpenwidderchen (Zygaena exulans) von ihrem Nektarangebot. Auch fuer den Hochmoor-Perlmutterfalter (Boloria aquilonaris) stellt sie eine relevante Ressource dar. Durch die Symbiose mit Ektomykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilzen) traegt sie zur Stabilisierung des Bodenlebens bei. In Gaerten bietet ihr dichter, holziger Teppich zudem kleinsten Wirbellosen einen geschuetzten Lebensraum.
Die Netz-Weide wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Weidenarten enthaelt sie in der Rinde Salicin, was bei Verzehr zu Beschwerden fuehren kann. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht aufgrund der charakteristischen Netzstruktur der Blaetter kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.07 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der jedoch nicht austrocknen darf.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Naehrstoffen aus) und bevorzugt mageren, kalkhaltigen Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte stets frisch (mäßig feucht) sein; Staunaesse ist jedoch zu vermeiden.
Pflanzzeit: Idealerweise im Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Mykorrhiza: Sie lebt in Ektomykorrhiza (einer Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel, bei der der Pilz ein Mantelgewebe um die Wurzelspitzen bildet), weshalb auf mineralische Duenger verzichtet werden sollte.
Pflege: Ein Rueckschnitt ist aufgrund des sehr langsamen, kriechenden Wuchses nicht erforderlich.
Kombinationsempfehlung: Die Alpen-Silberwurz (Dryas octopetala) ist eine ideale Nachbarin, da beide in der Natur gemeinsam vorkommen und aehnliche Ansprueche an kalkreiche, magere Standorte stellen.
Die Netz-Weide (Salix reticulata) gehoert zur Familie der Weidengewaechse (Salicaceae) und ist in den Hochgebirgen von Deutschland, Oesterreich und der Schweiz heimisch. Als typischer Spalierstrauch (ein am Boden kriechend wachsendes Gehoelz) besiedelt sie dort kalkhaltige Schuttfluren und alpine Rasen. Morphologisch auffaellig sind die ledrigen, unterseits weisslich behaarten Blaetter, die eine extrem ausgepraegte Aderung aufweisen. Sie ist perfekt an kurze Vegetationsperioden und raues Klima angepasst.
3 Videos zu Netz-Weide



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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