Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
An der markanten schwarz-weißen Streifung und ihrer für Springspinnen beachtlichen Körpergröße von bis zu sieben Millimetern lässt sich Salticus major sofort erkennen. Diese faszinierende Art baut keine Fangnetze, sondern nutzt ihre hochentwickelten Augen für die aktive Jagd bei hellem Sonnenschein. Sie fixiert Beutetiere wie die Halmfliege (Thaumatomyia glabra) aus der Distanz und springt sie präzise an, wobei sie sich stets mit einem Sicherheitsfaden, dem sogenannten Retrakulum, am Untergrund absichert. Im Frühjahr beginnt die Fortpflanzungszeit, nach der das Weibchen die Eier in einem schützenden Seidengespinst in engen Mauerritzen deponiert. Die Jungtiere schlüpfen meist im Hochsommer und ernähren sich zunächst von winzigen Gliedertieren wie Springschwänzen (Collembola). Zur Überwinterung ziehen sich die Tiere in einen Ruhezustand, die sogenannte Diapause, in geschützte Rindenspalten oder Hohlräume zurück. Du kannst diesen nützlichen Gästen helfen, indem du besonnte Trockenmauern mit heimischen Polsterpflanzen wie dem Weißen Mauerpfeffer (Sedum album) gestaltest. Ein naturnaher Garten mit liegengebliebenem Totholz bietet die notwendigen Rückzugsorte für die kalte Jahreszeit. So förderst du ein stabiles ökologisches Gleichgewicht ganz ohne den Einsatz von Insektiziden.
Salticus major ist für den Menschen völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der zur biologischen Schädlingskontrolle beiträgt. Da sie kein potentes Gift besitzt, das die menschliche Haut durchdringen könnte, besteht keinerlei Gefahr bei einer Beobachtung aus nächster Nähe.
Salticus major gehört zur Familie der Springspinnen (Salticidae) und ist primär im westlichen Mittelmeerraum, etwa in Frankreich und Spanien, verbreitet. Taxonomisch zeichnet sie sich durch ihr extrem leistungsfähiges vorderes Augenpaar aus, das eine räumliche Auflösung fast wie bei Wirbeltieren ermöglicht. Ihr kompakter Körper ist in Prosoma (Vorderkörper) und Opisthosoma (Hinterleib) unterteilt und weist eine charakteristische Behaarung auf. Im Gegensatz zu vielen anderen Spinnenfamilien ist sie ein strikt tagaktiver Sichtjäger.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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