Bild folgtKI-generierte IllustrationSalvia sylvestris
Auch bekannt als: Salvia × sylvestris
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Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Wilden Salbei (Salvia sylvestris) an seinen aufrechten, meist violettblauen Blütenähren, die über den runzligen, aromatisch duftenden Blättern thronen. Diese Pflanze ist ein wahrer Magnet für Wildbienen und bringt über Monate hinweg Leben in deine Beete. Besonders die Gartenwollbiene (Anthidium manicatum) schätzt ihn sehr und nutzt die Blüten als wichtige Tankstelle. Er ist ein unverzichtbarer Baustein für einen Garten, der nicht nur schön aussieht, sondern auch ökologisch wertvoll ist. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz frei hast, ist dieser Salbei genau die richtige Wahl für dich.
Dauerblüher für Wildbienen: Verlässliche Nektarquelle von Mai bis Oktober.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Wilde Salbei eine erstklassige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten. Besonders die Grobpunktierte Kleesandbiene (Andrena wilkella) und die Verkannte Goldfurchenbiene (Halictus confusus) suchen die Blüten regelmäßig auf. Auch die Breitbindige Schmalbiene (Lasioglossum zonulum) profitiert von dem leicht zugänglichen Nektarangebot. Da er von Mai bis Oktober blüht, überbrückt er zuverlässig die nahrungsarmen Zeiten im Hochsommer. In deinem Garten schaffst du mit ihm eine verlässliche Anlaufstelle für bedrohte Wildbienenarten, die auf solche ausdauernden Blüher angewiesen sind.
Der Wilde Salbei wird in Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen sollten. Er ist zwar nicht hochgiftig, kann aber bei Verzehr Unwohlsein auslösen. Im Notfall kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.34 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht für eine intensive Blütenfarbe benötigt.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher mager (nährstoffarm) sein, um Staunässe im Winter zu vermeiden.
Die ideale Pflanzzeit ist im März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Achte beim Einsetzen darauf, das Bodenleben nicht zu stören, da die Pflanze eine AM-Symbiose (Arbuskuläre Mykorrhiza) mit nützlichen Bodenpilzen eingeht.
Gießen musst du nur bei langanhaltender Hitze; die Pflanze ist ein Experte für trockene Standorte.
Ein Rückschnitt direkt nach der ersten Blüte im Juli fördert oft einen zweiten Blütenflor im Spätsommer.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) ergänzt den Salbei hervorragend, da beide ähnliche Ansprüche an Boden und Sonne haben.
Diese Kombination fördert zudem ein breites Spektrum an Bestäubern über einen langen Zeitraum.
Der Wilde Salbei (Salvia sylvestris) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Er besiedelt bevorzugt Halbtrockenrasen (trockenwarme Magerwiesen auf Kalkboden) und sonnige Wegränder. Botanisch gesehen handelt es sich oft um eine natürliche Kreuzung aus Hain-Salbei und Wiesen-Salbei, was ihm seine enorme Robustheit verleiht. Charakteristisch sind die vierkantigen Stängel und die behaarte Blattoberfläche, die ihn vor zu starker Verdunstung schützt.
2 Videos zu Wilder Salbei


4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →