Bild folgtKI-generierte IllustrationSamolus valerandi
Unverwechselbar ist die Salzbunge durch ihre lockeren, traubigen Blütenstände mit winzigen weißen Blüten, die über einer Rosette aus glänzenden, löffelförmigen Blättern stehen. Da sie nach der Roten Liste in Deutschland als stark gefährdet gilt, holst du dir mit ihr eine echte Rarität in den Garten, die dringend Unterstützung braucht. Sie besiedelt spezialisierte Nischen an feuchten Standorten, die für viele andere Pflanzen zu nass oder kalkreich sind. Ihre lange Blütezeit bis in den Oktober hinein macht sie zu einer wertvollen Bereicherung für die spätsommerliche Artenvielfalt an deinem Teichrand. Wenn du einen feuchten Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Pflanze aktiv zum Artenschutz beitragen.
Seltene Sumpfschönheit: Blüht ausdauernd von Juni bis Oktober an deinem Teich.
Nach aktuellen Beobachtungen profitieren vor allem kleine Insekten der Feuchtbiotope von der langen Blütezeit zwischen Juni und Oktober. Da die Pflanze in der Natur selten geworden ist, bietet sie eine wichtige Nischenressource für die lokale Biodiversität. Die winzigen Samen sind mit einem Gewicht von nur 0.0203 mg extrem leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind oder über Wasserwege ermöglicht. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als Strukturgeber und potenzielle Nahrungsquelle für kleine Singvögel. Durch die Ansiedlung im Garten förderst du eine Art der Roten Liste 2, die in der freien Landschaft kaum noch Rückzugsräume findet. Da sie bis in den Spätherbst blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot für späte Bestäuber.
Die Salzbunge wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schwere Giftigkeit dokumentiert ist, sollte sie nicht verzehrt werden und ist für Gärten mit kleinen Kindern nur bedingt geeignet. Bei versehentlichem Verzehr oder Unsicherheit wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240. Platziere sie am besten im Uferbereich deines Teichs, wo sie ungestört wachsen kann.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.239 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, damit die Pflanze kräftig wächst und reichlich blüht (Lichtwert 7).
Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein; ideal ist die Sumpfzone des Gartenteichs (Feuchtewert 8).
Die Salzbunge bevorzugt kalkhaltige oder basische Verhältnisse; gib bei sehr saurem Boden etwas Kalk hinzu (Reaktion 8).
Ein normaler, mäßig nährstoffreicher Gartenboden ist vollkommen ausreichend (Mittelzehrer).
Pflanze die Salzbunge entweder im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 cm ein, damit sich die Blattrosetten nicht gegenseitig bedrängen.
Lasse die verblühten Stängel über den Winter stehen, da die sehr leichten Samen (0.0203 mg) erst spät vom Wind verteilt werden.
Gute Partnerin: Die Bachbunge (Veronica beccabunga) – sie besiedelt ähnliche nasse Standorte und ergänzt die Salzbunge ökologisch ideal.
Die Salzbunge (Samolus valerandi) ist die einzige mitteleuropäische Vertreterin ihrer Gattung innerhalb der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Schlammfluren, Gräben und Strandwiesen, wobei sie besonders an kalkreichen Standorten oder in der Nähe von Salzwiesen vorkommt. Als Krautige Pflanze erreicht sie eine exakte Wuchshöhe von 0.24 m und bildet eine grundständige Blattrosette aus. Trotz ihres Namens ist sie nicht zwingend auf Salz angewiesen, zeigt aber eine hohe Toleranz gegenüber mineralischen Böden. Sie gilt als Indigen (einheimisch), ist jedoch aufgrund schwindender Lebensräume in vielen Regionen selten geworden.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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