Bild folgtKI-generierte IllustrationSaussurea alpina
Auch bekannt als: Saussurea alpina
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Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Echte Alpenscharte an ihren purpurfarbenen Blütenköpfchen, die sich auf einem nur 0,15 m kleinen Stängel stolz der Sonne entgegenstrecken. Da sie auf der Roten Liste als extrem selten geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Gebirgspflanze. Besonders spezialisierte Falter wie der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) oder der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) finden bei ihr in der kargen Gebirgswelt wertvolle Nahrung. Wenn du einen kühlen, hellen Platz im Garten hast, kannst du diese alpine Rarität direkt bei dir erleben. Es ist ein schönes Gefühl, einer so seltenen Art einen sicheren Rückzugsort zu geben.
Alpine Rarität: Die 15 cm kleine Rettungsinsel für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Echte Alpenscharte eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter profitiert, darunter Arten wie der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe). Auch der Nordafrikanische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) zählen zu den Besuchern. Die Samen sind mit etwa 1,4 mg sehr leicht und können vom Wind über weite Strecken getragen werden, was der Wiederbesiedlung neuer Lebensräume dient. Im Winter bieten die vertrockneten Fruchtstände wertvolle Strukturen für überwinternde Insekten. Durch ihren Status als extrem seltene Art (Rote Liste R) fungiert jede Pflanze in deinem Garten als wichtiger Trittstein für den regionalen Artenschutz.
Bitte beachte, dass die Echte Alpenscharte als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bekannt sind, solltest du darauf achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Ein vorsichtiger Umgang im Garten ist bei dieser alpinen Schönheit ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.15 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), damit die kleine Pflanze genügend Energie tanken kann.
Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht (Feuchtewert 6), aber niemals nass sein.
Achte auf ein mageres Substrat (Nährstoffwert 3); als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie keinen Dünger.
Die Pflanze bevorzugt kühle Standorte (Temperaturwert 2), ideal ist ein Platz im Steingarten oder Alpinum.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Der Boden sollte neutral bis schwach sauer reagieren (Reaktionswert 6), vermeide also extrem kalkhaltige Stellen.
Lasse die Samenstände im Herbst stehen, damit sich die Pflanze durch Windausbreitung selbst versorgen kann.
Gute Partnerin: Silberwurz (Dryas octopetala) — sie teilt die Vorliebe für kühle, alpine Standorte und bildet einen bodennahen Teppich.
Die Echte Alpenscharte (Saussurea alpina) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Hochlagen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum umfasst alpine Rasen und kühle Felsfluren auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch fällt die krautige, nicht verholzende Pflanze durch ihre kompakte Wuchshöhe von exakt 0,15 m und ihre breitblättrigen Laubblätter aus. Ihre leichten Samen sind perfekt für die Fernausbreitung durch den Wind in den zugigen Berglagen angepasst.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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