Bild folgtKI-generierte IllustrationSaussurea discolor
Auch bekannt als: Saussurea discolor
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An ihren purpurfarbenen Blütenköpfen und den unterseits auffallend weißfilzigen Blättern lässt sich die Zweifarbige Alpenscharte sofort erkennen. Da sie in der Natur extrem selten geworden ist und auf der Roten Liste steht, holst du dir mit ihr eine echte botanische Kostbarkeit in deinen Garten. Besonders Edelfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von ihrem Nektarangebot in den späten Sommermonaten. In einem sonnigen Steingarten setzt sie feine Akzente, ohne viel Platz einzunehmen. Wenn du alpine Raritäten liebst, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Alpine Kostbarkeit: Eine seltene Nektartankstelle für bedrohte Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Zweifarbige Alpenscharte eine wertvolle Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlingsarten. Besonders verschiedene Scheckenfalter wie der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia), der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und Melitaea aetherie suchen die Blüten gezielt auf. Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen das Nektarangebot. Da die Blütezeit von Juli bis September reicht, bietet sie Nahrung in einer Phase, in der viele andere Alpenpflanzen bereits verblüht sind. Die späten Samenstände können zudem als Futterquelle für kleine Gebirgsvögel dienen, die in den kargen Hochlagen nach Energie suchen.
Die Zweifarbige Alpenscharte wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, solltest du beim Umgang mit der Pflanze im familiären Umfeld vorsichtig sein. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unklarheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.137 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), da sie als alpine Pflanze keine Beschattung verträgt.
Boden: Die Erde muss kalkhaltig (basisch) und sehr nährstoffarm sein – ein klassischer Magerboden ist ideal.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat gleichmäßig frisch (mäßig feucht), achte aber auf eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung, dass die Pflanze genau 0.14 m hoch wird und somit einen Platz im Vordergrund benötigt.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühling (April bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch offen und frostfrei ist.
Bodenvorbereitung: Mische bei Bedarf Kalksplitt unter die Erde, um den basischen Charakter des Standorts zu fördern.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze im Winter unberührt stehen.
Pflanzpartner: Die Silberwurz (Dryas octopetala) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen kalkhaltigen Bodenansprüche teilt.
Die Zweifarbige Alpenscharte (Saussurea discolor) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine indigene, also ursprünglich heimische Art in den Alpenregionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkreiche Felsfluren und alpine Rasen, die oft extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren kompakten, nicht verholzten Wuchs und die namensgebende Zweifarbigkeit der Blätter aus: oben grün, unten dicht weiß behaart. Als spezialisierter Gebirgsbewohner ist sie perfekt an kurze, kühle Vegetationsperioden angepasst.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →