Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga granulata subsp. granulata
Auch bekannt als: Saxifraga granulata subsp. granulata
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Körnchen-Steinbrech an seinen strahlend weißen, fünfzähligen Blüten, die an bis zu 0.19 m hohen Stängeln über einer bodennahen Blattrosette thronen. In unseren Gärten ist er ein wichtiger Botschafter für den Schutz magerer Wiesenstandorte, die leider immer seltener werden. Er dient spezialisierten Faltern wie dem Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) oder dem Arktischen Perlmuttfalter (Boloria tritonia) als wertvolle Nahrungsquelle. Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Probier es einfach mal in einer sonnigen, eher nährstoffarmen Ecke deines Gartens aus.
Ein seltener Schatz für Magerrasen und wertvolle Tankstelle für Alpen-Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Körnchen-Steinbrech eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders Arten wie der Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) oder der Arktische Perlmuttfalter (Boloria tritonia) profitieren von seinem Nektarangebot. Da die Samen mit nur 0.0227 mg extrem leicht sind, nutzt die Pflanze den Wind zur Fernausbreitung und besiedelt so neue Lebensräume im Gartenumfeld. Auch wenn die Einzelblüte zierlich wirkt, ist sie im Verbund eine verlässliche Tankstelle im Frühjahr. Für deinen Garten bedeutet das: Du förderst die biologische Vielfalt auf einem Niveau, das über die üblichen Zierpflanzen weit hinausgeht.
Bitte beachte, dass der Körnchen-Steinbrech nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn er keine hochgiftige Pflanze ist, sollten Kleinkinder nicht an den Pflanzenteilen knabbern. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240. Ansonsten ist er im gärtnerischen Umgang für Erwachsene völlig unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.187 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz, damit er seine volle Blütenpracht entfaltet (Ellenberg Licht 7).
Der Boden sollte eher mager sein; arbeite bei fettem Gartenboden reichlich Sand oder feinen Kies ein (Schwachzehrer).
Halte die Erde frisch, aber vermeide Staunässe; der Standort sollte mäßig feucht sein.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Mit genau 0.19 m Wuchshöhe passt er perfekt in den Vordergrund eines Beetes oder in den Steingarten.
Lass die Pflanze nach der Blüte in Ruhe einziehen, da sie sich über die kleinen Körnchen an der Basis regeneriert.
Eine Vermehrung erfolgt oft durch die extrem leichten Samen, die der Wind über weite Strecken trägt.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, eher nährstoffarme Wiesenstandorte und ergänzt das frühe Blütenangebot.
Als Mitglied der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) ist diese Art in ganz Mitteleuropa heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind lückige Magerrasen (nährstoffarme, oft trockenere Wiesen) und Böschungen. Eine morphologische Besonderheit sind die namensgebenden Körnchen an der Stängelbasis – kleine rote Brutknöllchen, die der Pflanze als Überdauerungsorgane dienen. Mit einer Wuchshöhe von 0.19 m bleibt er zierlich und unaufdringlich. Er bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse und mäßig warme Standorte.
1 Video zu Körnchen-Steinbrech

•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →