Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga × kochii
Auch bekannt als: Großblütiger Steinbrech, Saxifraga × bernardensis
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den dichten, immergrünen Polstern und den zierlichen Blüten auf kurzen Stielen lässt sich Saxifraga × kochii sofort erkennen. Diese alpine Kostbarkeit bereichert deinen Steingarten und bietet spezialisierten Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle in kargen Lagen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren unter anderem der seltene Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) und der Polar-Perlmuttfalter (Boloria tritonia) von der Pflanze. In der Schweiz und in Deutschland ist sie heimisch und perfekt an ein raues Gebirgsklima angepasst. Wenn du eine Vorliebe für naturnahe Steinlandschaften hast, solltest du diesem kleinen Überlebenskünstler unbedingt einen Platz geben.
Alpine Kostbarkeit: Nektarquell für den Alpen-Apollo in deinem Steingarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten spielt dieser Steinbrech eine wichtige Rolle für hochalpine Schmetterlingsarten. Besonders der Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) nutzt die Blüten als Nektarquelle. Auch der Polar-Perlmuttfalter (Boloria tritonia) wurde als Bestäuber dokumentiert, was die ökologische Bedeutung in kargen Gebirgslagen unterstreicht. Die dichten Polster bieten zudem Schutz für Kleinstlebewesen in Felsritzen. Durch die Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (spezielle Bodenpilze) trägt die Pflanze zur Stabilität des Bodenmikroklimas bei. In deinem Garten unterstützt du so gezielt seltene Spezialisten der Bergwelt.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, ist daher Vorsicht geboten und ein Standort außerhalb der direkten Reichweite ratsam. Sollte es zu einem versehentlichen Verzehr kommen, wende dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Pflanzzeit: Das Frühjahr (März bis Mai) ist ideal, solange der Boden frostfrei ist.
Standort: Wähle einen hellen Platz im Steingarten, der nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt ist.
Boden: Das Substrat sollte durchlässig und mineralisch sein, um Staunässe (stehendes Wasser an den Wurzeln) zu vermeiden.
Mykorrhiza: Die Pflanze lebt in Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (Pilze, welche die Nährstoffaufnahme der Wurzeln verbessern).
Sicherheit: Achte darauf, dass die Pflanze für Kinder nicht frei zugänglich ist, da sie als nicht kindersicher gilt.
Vermehrung: Die Polster können nach der Blüte vorsichtig geteilt werden, um sie an weiteren Stellen anzusiedeln.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, lediglich verblühte Stängel können ausgeputzt werden.
Gute Partnerin: Das Stängellose Leimkraut (Silene acaulis) – es teilt den alpinen Charakter und die Vorliebe für kalkhaltigen Untergrund.
Der Koch-Steinbrech gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) und zur Gattung Steinbrech (Saxifraga). Es handelt sich um eine natürlich vorkommende Hybride, die vor allem in den alpinen Regionen Deutschlands und der Schweiz beheimatet ist. Typische Lebensräume sind kalkreiche Felsfluren und Schutthalden im Hochgebirge. Die Pflanze zeichnet sich durch einen kompakten, polsterförmigen Wuchs aus, der sie vor extremen Witterungseinflüssen wie Frost und starker UV-Strahlung schützt. Morphologisch auffällig sind die kleinen, oft ledrigen Blätter, die eng aneinanderliegen.
1 Video zu Saxifraga × kochii

•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →