Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga paniculata subsp. paniculata
Auch bekannt als: Saxifraga paniculata subsp. paniculata
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Du erkennst den Trauben-Steinbrech (Saxifraga paniculata subsp. paniculata) an seinen festen, silbrig-grünen Blattrosetten, die dichte Polster in Mauerspalten bilden. Diese Pflanze ist ein echtes Juwel für den Naturgarten, da sie extremen Standorten trotzt und spezialisierten Schmetterlingen wie dem Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) wertvolle Nahrung bietet. Mit seinen 0,2 m hohen Blütenrispen bringt er im Frühsommer grazile Leichtigkeit in Steingärten oder auf Trockenmauern. Er zeigt dir eindrucksvoll, dass selbst der kleinste Felsspalt voller Leben stecken kann. Hast du in deiner Gartenmauer noch ein sonniges Plätzchen für diesen alpinen Gast frei?
Alpiner Überlebenskünstler: Zarte Blütenwunder für deine sonnige Kalkmauer.
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In deinem Garten unterstützt der Trauben-Steinbrech seltene Spezialisten der Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Gebirgs-Schmetterlinge wie der Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) und der Arktische Perlmuttfalter (Boloria tritonia) von seinem Nektarangebot. Die Samen sind mit nur 0,0577 mg extrem leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und zur natürlichen Verjüngung in Steingärten beiträgt. Da er dichte, immergrüne Polster bildet, finden auch kleine Gliedertiere ganzjährig Schutz zwischen den Blättern. So förderst du mit dieser kleinen Pflanze die Biodiversität in vertikalen Gartenstrukturen wie Trockenmauern.
Der Trauben-Steinbrech wird in Garten-Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, sollten Kinder und Haustiere nicht an den Blättern knabbern, um mögliche Reizungen zu vermeiden. In einem naturnahen Garten an Mauern platziert, ist er jedoch meist außerhalb der direkten Reichweite kleiner Entdecker.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.196 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), idealerweise in einer Mauerspalte oder im Alpinum.
Boden: Die Erde muss mager (Schwachzehrer) und kalkhaltig sein; mische bei Bedarf Kalksplitt unter.
Feuchtigkeit: Halte die Pflanze eher trocken (Feuchtezahl 3); Staunässe muss durch eine gute Drainage unbedingt vermieden werden.
Wuchshöhe: Er erreicht eine Höhe von genau 0,2 m und bleibt somit sehr kompakt.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Er ist äußerst pflegeleicht; entferne lediglich die verblühten Blütenstände im Spätsommer.
Vermehrung: Die Pflanze bildet Tochterrosetten, die du im Frühjahr leicht abtrennen und neu einsetzen kannst.
Gute Partnerin: Die Polster-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) — sie hat dieselben Ansprüche an Kalk und Sonne und ergänzt die Polsterbildung perfekt.
Der Trauben-Steinbrech gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) und ist in den Gebirgsregionen Mitteleuropas heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Kalkfelsen und alpine Matten, was ihn als Basenzeiger (bevorzugt kalkhaltige Böden) ausweist. Morphologisch auffällig sind die kleinen Kalkdrüsen an den Blatträndern, die überschüssiges Kalzium ausscheiden und für den charakteristischen weißen Rand sorgen. Als krautige, mehrjährige Pflanze ist er perfekt an kalte, nordische oder alpine Klimabedingungen (Ellenberg-Temperaturwert 2) angepasst.
1 Video zu Trauben-Steinbrech

•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →