Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga rosacea subsp. rosacea
Auch bekannt als: Saxifraga rosacea subsp. rosacea
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Rasen-Steinbrech (Saxifraga rosacea subsp. rosacea) an seinen dichten, polsterartigen Blattrosetten, aus denen im Frühling zarte weiße Blüten auf feinen Stielen emporwachsen. Diese Pflanze ist ein Juwel für den Naturgarten, da sie auf der Roten Liste steht und spezialisierten Insekten wie dem Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) oder dem Perlmuttfalter (Boloria tritonia) als wichtige Lebensgrundlage dient. Da sie kühle, halbschattige Nischen besiedelt, füllt sie Plätze, an denen viele andere Arten aufgeben. Wenn du eine Schwäche für alpine Kostbarkeiten hast und bedrohten Arten helfen willst, ist dieser Steinbrech die perfekte Wahl für deine Gartenmauer oder das Alpinum.
Rote-Liste-Juwel: 8 cm pure Naturkraft für kalkreiche Schattenplätze.
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Der Rasen-Steinbrech ist ökologisch hochrelevant, da er nach aktuellen Bestäubungsdaten als Nahrungsquelle für spezialisierte Falter dient. Insbesondere der Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) und der Perlmuttfalter (Boloria tritonia) profitieren von seinem Vorkommen. Da die Pflanze in der Roten Liste mit der Stufe 3 geführt wird, trägt jede Ansiedlung im Garten zur regionalen Stabilisierung dieser gefährdeten Art bei. Die Ausbreitung erfolgt über extrem leichte Samen (0,06 mg), die vom Wind über weite Strecken getragen werden können. Somit fungiert dein Garten als wertvolle Trittstein-Fläche für die natürliche Fernausbreitung in der Landschaft.
Der Rasen-Steinbrech wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für die normale Gartenpflege ist die Handhabung der Pflanze jedoch unbedenklich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.083 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit: Setze die Pflanze vorzugsweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Lichtbedarf: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Lichtwert 6), direkte Mittagssonne sollte vermieden werden.
Bodenbeschaffenheit: Die Erde muss mager sein, da die Art ein Schwachzehrer (Ellenberg Nährstoffwert 3) ist; vermeide jegliche Düngung.
Kalkgehalt: Der Boden sollte kalkhaltig oder basisch (Ellenberg Reaktionswert 7) sein.
Feuchtigkeit: Halte den Standort eher trocken, Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung, dass die Pflanze lediglich 0,08 m hoch wird.
Besonderheit: Durch die arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Symbiose zwischen Wurzeln und Nutzpizzen) ist die Pflanze sehr effizient bei der Nährstoffaufnahme.
Gute Partnerin: Das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) ist eine ideale Begleiterin, da es die gleichen kalkreichen und mageren Standortansprüche teilt.
Der Rasen-Steinbrech gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) und ist als indigene Art in Deutschland und der Schweiz beheimatet. Sein natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige, basische (alkalische) Felsfluren und Steinschuttfluren in kühleren Lagen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine polsterbildende Wuchsform aus, wobei die krautigen, nicht verholzten Triebe eine Wuchshöhe von genau 0,08 m erreichen. Die kleinen, breitblättrigen Rosettenblätter sind ein typisches Merkmal dieser Gattung und dienen dem Überleben an exponierten Standorten.
3 Videos zu Rasen-Steinbrech



•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →