Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga rosacea subsp. sponhemica
Wer den Rheinischen Steinbrech einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: die dichten, grünen Polster, aus denen im Frühsommer zierliche weiße Blüten an feinen Stielen emporragen. Als echter Spezialist für karge Felsstandorte bringt er Leben in Bereiche des Gartens, an denen andere Pflanzen längst aufgeben würden. In der freien Natur ist er in Deutschland und der Schweiz selten geworden und steht auf der Roten Liste (Stufe 3), weshalb du mit seiner Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Schutz bedrohter Arten leistest. Er dient als wichtiger Trittstein in vernetzten Biotopen für die spezialisierte Insektenwelt unserer Felslandschaften. Mit diesem Steinbrech holst du dir ein Stück rheinische Heimatgeschichte direkt in deine Steinanlage.
Seltene Felsen-Schönheit: Schütze eine bedrohte Art in deinem Steingarten.
Als spezialisierter Bewohner von Felsfluren ist dieser Steinbrech ein wertvoller Bestandteil unserer heimischen Biodiversität. Da er auf der Roten Liste (Stufe 3) steht, hilft jede Pflanze im Garten, das Überleben dieser gefährdeten Art zu sichern. Die offenen Schalenblüten bieten leicht zugänglichen Nektar für verschiedene kleine Insekten der Felslandschaften. Seine extrem leichten Samen werden vom Wind verbreitet und können so neue Nischen besiedeln. Im Boden geht er eine Lebensgemeinschaft mit Mykorrhiza-Pilzen (AM-Typ: eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose) ein, was das Bodenleben an kargen Standorten fördert. Er besetzt Standorte, in denen kaum andere Pflanzen überleben können, und bereichert so das ökologische Gefüge deines Steingartens nachhaltig.
Der Rheinische Steinbrech wird als nicht kindersicher eingestuft. In Haushalten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren ist daher Vorsicht geboten, um einen versehentlichen Verzehr zu vermeiden. Bei Unsicherheiten oder Vergiftungserscheinungen wende dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.083 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz aus (Lichtwert 7: Sonne), damit die Polster schön kompakt und gesund bleiben.
Pflanze ihn in sehr mageren Boden (Schwachzehrer: Nährstoffwert 2), idealerweise in eine Mischung aus Erde und viel Splitt oder Kies.
Halte den Boden eher trocken (Feuchtewert 3); Staunässe musst du unbedingt vermeiden, da die Wurzeln sonst schnell faulen.
Setze die Pflanze vorzugsweise im Frühling (März bis Mai) oder im frühen Herbst in den Boden.
Achte auf einen neutralen bis schwach sauren Boden (Reaktionswert 5), herkömmliche Gartenerde sollte also mit Sand abgemagert werden.
Lass die verblühten Stände stehen, damit sich die winzigen, nur 0,06 mg schweren Samen durch den Wind im Garten verteilen können.
Gute Partnerin: Die Tripmadam (Sedum reflexum) – sie teilt die Vorliebe für trockene, magere Standorte und ergänzt die Polster optisch perfekt.
Der Rheinische Steinbrech (Saxifraga rosacea subsp. sponhemica) gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Er ist eine indigene Art, also bei uns ursprünglich heimisch, und besiedelt bevorzugt neutrale bis schwach saure Standorte in Felsspalten oder auf Schutthalden. Botanisch zeichnet er sich als krautige, nicht verholzte Pflanze aus, die mit einer Wuchshöhe von 0,08 m sehr kompakt bleibt. Die kleinen, breitblättrigen Blätter haben eine Fläche von nur etwa 32,0 mm², was die Verdunstung an sonnigen Plätzen reduziert. Seine extrem leichten Samen verbreiten sich über weite Strecken durch den Wind.
1 Video zu Rheinischer Steinbrech
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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