Bild folgtKI-generierte IllustrationPapaver somniferum
Auch bekannt als: Waldviertler Graumohn, Blaumohn
14
Arten
interagieren
26
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Schlafmohn durch seine großen, seidigen Blüten und die blaugrau bereiften, welligen Blätter auf. Er ist eine wertvolle Bereicherung für deinen Garten, da er besonders für Pollensammler eine wichtige Rolle spielt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem die Honigbiene (Apis mellifera) und die Waldhummel (Bombus sylvarum) von seinem reichhaltigen Angebot. Auch der seltene Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne) besucht die Blüten gerne. Mit dieser Pflanze setzt du einen deutlichen Akzent für die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür. Du wirst schnell merken, wie das Summen in deinem Beet zunimmt.
Majestätische 76 Zentimeter Blütenpracht für Honigbienen und Apollofalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
In deinem Garten dient der Schlafmohn als wichtige Pollenquelle für verschiedene Insektenarten. Nach aktuellen Daten fliegen vor allem die Honigbiene (Apis mellifera) und die Erdhummel (Bombus terrestris) die großen Blüten intensiv an. Auch die spezialisierte Waldhummel (Bombus sylvarum) gehört zu den regelmäßigen Besuchern. Für den Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne) ist die Pflanze nachweislich attraktiv. Da die Pflanze eine beträchtliche Blattfläche von über 10.000 mm² ausbildet, bietet sie zudem wertvollen Lebensraum für kleine nützliche Gliedertiere. Die Samenreife im Spätsommer liefert zudem Nahrung für die heimische Fauna, bevor der Wind die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) weiterträgt.
Der Schlafmohn ist in allen Pflanzenteilen giftig und wurde daher als nicht kindersicher eingestuft. Besonders der enthaltene Milchsaft kann bei Hautkontakt oder Verzehr problematisch sein. Achte darauf, dass Kinder und Haustiere keinen Zugriff auf die Pflanze haben. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.763 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit die Stängel stabil bleiben und die Blüten sich voll entfalten.
Der Boden sollte nährstoffreich sein (Starkzehrer); arbeite vor der Aussaat am besten etwas reifen Kompost ein.
Achte auf eine frische Bodenfeuchte (Feuchtewert 5), vermeide aber Staunässe durch gute Drainage (Wasserabfluss).
Ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund ist ideal für eine gesunde Entwicklung dieser Mohnart.
Die Aussaat erfolgt im April direkt ins Freiland, da die Pflanze Pfahlwurzeln bildet und sich nur schwer umpflanzen lässt.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 25 Zentimetern ein, damit die Pflanze ihre Zielhöhe von genau 0,76 m erreicht.
Lass die Kapseln nach der Blüte stehen; die leichten Samen (0,3788 mg) sorgen durch Windausbreitung für den Bestand im nächsten Jahr.
Gute Partnerin: Die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Plätze und blüht zeitgleich.
Der Schlafmohn (Papaver somniferum) gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist im gesamten DACH-Raum heimisch. Er besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Standorte auf frischen Böden, wie sie an Ackerrändern oder auf Ruderalflächen (vom Menschen beeinflusste Rohböden) vorkommen. Die einjährige, krautige Pflanze bleibt unverholzt und bildet auffallend große Blattflächen aus. Eine botanische Besonderheit ist seine Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen, der sogenannten Arbuskulären Mykorrhiza (AM), welche die Pflanze bei der Nährstoffaufnahme unterstützt.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →