Bild folgtKI-generierte IllustrationFallopia baldschuanica
Auch bekannt als: Schling-Flügelknöterich
6
Arten
interagieren
21
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Schlingknöterich (Fallopia baldschuanica) durch seine weißen, schleierartigen Blütenrispen auf, die im Spätsommer fast die gesamte Pflanze einhüllen. In deinem Garten dient diese wuchsfreudige Kletterpflanze als wertvoller Rückzugsort und Futterquelle für spezialisierte Falter. Besonders Schmetterlinge wie der Gelbring-Perlmuttfalter (Boloria frigga) oder der Arktische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) profitieren von dem späten Blütenangebot. Wenn du eine rasche Begrünung für Zäune oder Pergolen suchst, ist dieser Knöterich eine robuste Wahl. Behalte ihn jedoch gut im Auge, damit er mit seiner Wuchskraft nicht andere Gartenbereiche übernimmt.
Blütenmeer für Perlmuttfalter: Vier Monate weiße Pracht für hungrige Bestäuber.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Schlingknöterich eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Falterarten. Insbesondere der Hochmoorfalter (Boloria angarensis) sowie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) suchen die Blüten zur Nektaraufnahme auf. Auch der Gelbring-Perlmuttfalter (Boloria frigga) nutzt das reichhaltige Angebot zwischen Juli und Oktober. Neben Schmetterlingen wird die Pflanze von Käfern wie dem Zweifarbigen Blattkäfer (Chrysomela vigintipunctata) besucht. Da die Blütezeit bis in den Herbst hineinreicht, bietet sie Nahrung, wenn viele andere heimische Arten bereits verblüht sind. Das dichte Blattwerk dient zudem als geschützter Lebensraum für Kleintiere.
Der Schlingknöterich wird als nicht kindersicher eingestuft. Da er zu den Knöterichgewächsen gehört, können Pflanzenteile bei Verzehr Unwohlsein auslösen; eine Pflanzung direkt neben Kinderspielbereichen ist daher nicht zu empfehlen. Bei Unsicherheiten oder versehentlichem Verschlucken kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Okt
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
4.066 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 7: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entwickelt.
Feuchte 4: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide jedoch dauerhafte Staunässe.
Nährstoffe 7: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt er einen sehr nährstoffreichen Untergrund.
Reaktion 7: Ein basischer (kalkhaltiger) Boden fördert die Vitalität der Pflanze.
Pflanzzeit: Setze den Knöterich idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder Herbst (September bis November).
Kletterhilfe: Plane eine stabile Stütze für die exakte Wuchshöhe von 4,07 m ein.
Pflege: Da er sehr wüchsig ist, solltest du im Spätwinter einen kräftigen Rückschnitt vornehmen.
Gute Partnerin: Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) – sie ist ebenfalls heimisch, mag kalkhaltige Böden und ergänzt das dichte Blattwerk.
Der Schlingknöterich gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst nährstoffreiche Standorte, an denen er als Kletterpflanze emporwächst. Auffällig sind die breitblättrigen, herzförmigen Blätter und die flügelartigen Auswüchse an den Früchten, die typisch für Flügelknöteriche sind. Botanisch interessant ist, dass diese Art als nicht verholzt gilt und eine arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) zur Nährstoffaufnahme nutzt. Die Pflanze erreicht eine spezifische Wuchshöhe von 4,07 m.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →