Bild folgtKI-generierte IllustrationSchoenoplectus tabernaemontani
Auch bekannt als: Salz-Teichbinse
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Salz-Teichsimse (Schoenoplectus tabernaemontani) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren hohen, runden und auffallend blaugrünen Halmen ist sie eine markante Erscheinung an jedem Ufersaum. In deinem Naturgarten bietet sie wertvolle Versteckmöglichkeiten und Nahrungsgrundlagen für Wasservögel. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren besonders die Krickente (Anas crecca) und die Stockente (Anas platyrhynchos) von dieser Pflanze. Wenn du einen größeren Gartenteich hast, ist sie die ideale Wahl, um echtes Leben ans Wasser zu holen. Sprich mich gerne an, wenn du unsicher bist, wie tief sie im Wasser stehen darf.
Blaugrüner Uferwächter: Ein sicherer Hafen für Krickente und Stockente.
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Die ökologische Bedeutung der Salz-Teichsimse liegt vor allem im Bereich der Avifauna (Vogelwelt). Die dichten Bestände dienen vielen Arten als geschützter Rückzugsort und Versteck. Nach aktuellen Daten suchen vor allem die Krickente (Anas crecca) und die Stockente (Anas platyrhynchos) diese Simsenbestände gezielt auf. Sie finden dort nicht nur Schutz vor Räubern, sondern nutzen Teile der Pflanze auch als Nahrung. Da die Simse vom Wind bestäubt wird, spielt sie als Nektarquelle für Insekten keine Rolle. Dennoch trägt sie zur Strukturvielfalt bei, die für das ökologische Gleichgewicht am Gartenteich unverzichtbar ist.
Die Salz-Teichsimse ist laut Datenbank nicht kindersicher. Du solltest sie daher bevorzugt in Bereichen deines Gartens pflanzen, die für Kleinkinder nicht frei zugänglich sind, auch wegen der Nähe zum tiefen Wasser. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht kaum, wenn du auf die charakteristischen blaugrünen, runden Halme achtest. Ansonsten gilt die Pflanze als ungiftig, ist aber aufgrund ihrer harten Halmstruktur kein Spielzeug für Kinder.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.35 m
Hier ist mein Rat für deinen Teichrand:
Du solltest die Salz-Teichsimse an einen nassen Standort in deinem Garten setzen.
Sie ist eine ideale Bewohnerin für die Flachwasserzone oder den feuchten Uferrand deines Teiches.
Da die Art bei uns heimisch ist, ist sie perfekt an unser Klima in Mitteleuropa angepasst.
Achte darauf, dass der Boden am gewählten Platz dauerhaft feucht oder gar überschwemmt bleibt.
Die Pflanzzeit liegt im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Da sie laut Datenlage nicht als kindersicher eingestuft ist, wähle den Platz im Garten mit Bedacht aus.
Besondere Düngung benötigt diese Simse im normalen, schlammigen Teichsubstrat nicht.
Ein Rückschnitt der Halme im Herbst ist nicht notwendig, da sie auch im Winter eine schöne Struktur bieten.
Die Vermehrung erfolgt ganz unkompliziert über das Rhizom (den unterirdischen Ausläufer).
Als heimische Partnerin am Teichrand empfehle ich dir das Schilfrohr (Phragmites australis).
Beide Arten teilen sich denselben Lebensraum und bilden gemeinsam dichte, schützende Uferstreifen.
Die Salz-Teichsimse gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Sie ist in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt feuchte Uferzonen sowie Standorte mit leichtem Salzgehalt. Charakteristisch für diese Art sind die knotenlosen, hohlen Stängel, die direkt aus dem kriechenden Rhizom (einem unterirdisch wachsenden Wurzelstock) austreiben. Im Gegensatz zu echten Gräsern haben Simsen oft diesen typischen runden Querschnitt ohne die für Süßgräser üblichen Halmknoten.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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