Bild folgtKI-generierte IllustrationPotamogeton helveticus
An seinen schmalen, bandförmigen Blättern, die elegant unter der Wasseroberfläche fluten, lässt sich das Schweizer Laichkraut (Potamogeton helveticus) sofort erkennen. Es ist ein seltener Schatz für deinen Teich, da es in Deutschland und der Schweiz als vom Aussterben bedroht (Rote Liste 1) gilt. Auch wenn uns konkrete Daten zu Insektenbesuchern fehlen, ist es als heimische Art ein wichtiger Baustein für ein gesundes Wasser-Ökosystem. Mit dieser Pflanze holst du dir echte Wildnis in den Garten und hilfst aktiv dabei, eine verschwindende Art zu bewahren. Hast du schon einen Platz in der Tiefenzone deines Teiches reserviert?
Rette ein Stück Heimat: Das vom Aussterben bedrohte Schweizer Laichkraut.
Nach der aktuellen Datenlage liegen für das Schweizer Laichkraut keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten oder Vögeln vor. Dennoch ist die ökologische Bedeutung als Art der Roten Liste 1 (vom Aussterben bedroht) immens, da sie die strukturelle Vielfalt im Teich erhöht. Unterwasserpflanzen wie diese produzieren wertvollen Sauerstoff und dienen vielen Wasserlebewesen als geschützter Rückzugsort. Da sie indigen (einheimisch) ist, fügt sie sich perfekt in das natürliche Gefüge unserer Gewässer ein. Mit der Ansiedlung in deinem Garten unterstützt du den Erhalt einer hochgradig gefährdeten Pflanzenart.
Das Schweizer Laichkraut wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. Da es sich um eine reine Wasserpflanze für tiefere Zonen handelt, besteht für kleine Kinder an solchen Standorten zudem die allgemeine Gefahr des Ertrinkens. Beim Hantieren im tiefen Wasser oder bei der Teichpflege solltest du daher immer vorsichtig sein.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Schweizer Laichkraut braucht einen dauerhaften Platz unter Wasser.
Die ideale Wassertiefe sollte zwischen 50 und 100 Zentimetern liegen.
Der Boden am Teichgrund sollte aus kalkhaltigem Sand oder feinem Kies bestehen.
Die beste Pflanzzeit beginnt im Frühjahr von März bis Mai, wenn das Wasser wärmer wird.
Alternativ kannst du die Pflanze im Herbst setzen, solange der Boden am Teichgrund offen ist.
Da die Art Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen) nutzt, profitiert sie von einem eingespielten Bodenleben.
Vermeide zusätzliche Düngergaben, um das Algenwachstum im Teich nicht zu fördern.
Die Pflege ist einfach: Du musst lediglich abgestorbene Pflanzenteile im Spätherbst vorsichtig entfernen.
Die Vermehrung klappt gut durch das Teilen des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Das Ährige Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) – beide Arten sind heimisch, fördern die Wasserqualität durch Sauerstoffabgabe und bilden dichte Unterwasserwälder.
Das Schweizer Laichkraut (Potamogeton helveticus) gehört zur Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae). Es ist in Deutschland und der Schweiz indigen (ursprünglich einheimisch) und besiedelt bevorzugt saubere, stehende Gewässer. Die Pflanze lebt meist komplett untergetaucht und bildet nur selten Schwimmblätter aus. Ein besonderes Merkmal ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose), die der Pflanze bei der Nährstoffaufnahme hilft. Aufgrund seiner Seltenheit ist es ein wichtiger Vertreter der heimischen Wasserflora.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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