Bild folgtKI-generierte IllustrationScirpus quinqueflorus
Auch bekannt als: Scirpus quinqueflorus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihrem markanten, endständigen Ährchen, das meist nur aus fünf bis sieben Einzelblüten besteht, lässt sich die Wenigblütige Simse (Scirpus quinqueflorus) sofort erkennen. Diese zierliche Bewohnerin feuchter Standorte ist weit mehr als nur ein unscheinbares Sauergras. Für den Naturgarten ist sie von unschätzbarem Wert, da sie spezialisierten Faltern wie dem Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) oder dem Gelbringfalter (Lopinga achine) als Lebensraum dient. In Zeiten schwindender Moore und Feuchtwiesen leistest du mit ihrer Ansiedlung in deiner Uferzone einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Wenn du feuchte Stellen im Garten hast, gibst du dieser seltenen Spezialistin ein wertvolles Refugium.
Zierliche Moorbewohnerin: Ein wichtiger Ankerplatz für seltene Wiesenvögelchen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge von der Wenigblütigen Simse. Zu den Besuchern zählen der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola). Besonders wertvoll ist sie für hochgradig gefährdete Arten wie das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) und das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero). Auch das Alpen-Wiesenvögelchen (Coenonympha dorus) und der Gelbringfalter (Lopinga achine) finden hier einen Lebensraum. Selbst weniger bekannte Arten wie das Kanaren-Waldbrettspiel (Pararge xiphioides) werden in den Daten als verbundene Arten geführt. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) trägt die Pflanze zudem maßgeblich zur Stabilität des Boden-Mikrobioms bei.
Die Wenigblütige Simse wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie bevorzugt in sehr nassen Bereichen oder Sumpfzonen wächst, sollte der Standort für Kleinkinder gesichert sein. Die Pflanze selbst ist zwar nicht als giftig bekannt, die festen Halme können jedoch bei unvorsichtigem Spielen eine mechanische Verletzungsgefahr für die Augen darstellen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der dauerhaft nass oder feucht ist.
Boden: Die Erde sollte nährstoffarm und idealerweise kalkhaltig sein.
Wasser: Die Simse verträgt zeitweise Überschwemmungen und ist ideal für den Rand von Gartenteichen oder in Sumpfbeeten geeignet.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Auf Dünger solltest du komplett verzichten, da die Art an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist.
Vermehrung: Sie breitet sich über kurze Ausläufer (Rhizome) langsam aus und bildet dichte Bestände.
Rückschnitt: Lasse die vertrockneten Halme über den Winter unbedingt stehen, um Insekten Schutz zu bieten.
Kombination: Eine gute Partnerin ist das Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris). Beide Arten teilen die Vorliebe für nasse, basenreiche Standorte und fördern so die spezialisierte Bodenfauna.
Die Wenigblütige Simse gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Sie ist in der DACH-Region vor allem in kalkreichen Mooren und auf nassen Sumpfwiesen verbreitet. Charakteristisch sind ihre aufrechten, meist blattlosen Stängel, die eine Wuchshöhe von etwa 5 bis 20 Zentimetern erreichen. Eine morphologische Besonderheit ist das Fehlen von deutlichen Blattspreiten; stattdessen umschließen bräunliche Scheiden den Grund der Stängel. Die Pflanze lebt in einer Symbiose mit der Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einem Bodenpilz, der die Nährstoffaufnahme an extremen Standorten verbessert.
1 Video zu Wenigblütige Simse

8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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