Bild folgtKI-generierte IllustrationScirpus supinus
Auch bekannt als: Scirpus supinus
Wer die Liegende Teichsimse (Scirpus supinus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kleinen, bräunlichen Blütenknäueln, die scheinbar direkt aus der Seite der grünen Halme wachsen, ist sie unverwechselbar. Als Pionierpflanze (Besiedlerin offener, neuer Lebensräume) ist sie in Deutschland ein seltener Gast an dynamischen Uferzonen. Sie bietet wertvolle Struktur in Bereichen, in denen kaum eine andere Pflanze Fuß fasst, und unterstützt so die Kleintierwelt am Wasser. Wenn du einen Teichrand hast, der im Sommer auch mal trockenfällt, kannst du mit ihr einen echten Naturschatz bewahren und die Vielfalt in deinem Garten fördern.
Ein Juwel für den Teichrand: Die seltene Spezialistin für feuchte Schlammzonen.
Als spezialisierte Bewohnerin von Uferzonen spielt diese Art eine wichtige Rolle im Ökosystem der Schlammfluren. Da für diese seltene Art keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt ihre Bedeutung primär in der Strukturgebung für spezialisierte Uferbewohner. Die Samenreife im Spätsommer liefert Nahrung für Vögel der Feuchtgebiete. Zudem bietet ihr horstiger Wuchs (büschelartige Wuchsform) am Boden wertvolle Verstecke für kleine Amphibien und Insekten, die im feuchten Uferschlamm leben. Mit ihrer Ansiedlung förderst du eine Pflanzengesellschaft, die in der freien Landschaft immer seltener wird.
Bitte beachte, dass die Liegende Teichsimse als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist ratsam, Kinder in der Nähe von Wasserstellen und dieser Bepflanzung zu beaufsichtigen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit Frühling: Ideal sind die Monate März bis Mai, sobald das Wasser sich leicht erwärmt.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz am Teichrand oder in einer flachen Uferzone.
Bodenbeschaffenheit: Die Pflanze benötigt sandig-lehmigen Schlamm, der nährstoffreich sein darf.
Wasserbedarf: Sie liebt Wassertiefen von 0 bis etwa 10 Zentimetern und kommt gut mit zeitweiser Austrocknung klar.
Bodenvorbereitung: Sorge für offene Bodenstellen ohne dichte Konkurrenzvegetation.
Pflege: Da sie oft kurzlebig ist, solltest du den Boden im Herbst nicht mit Mulch abdecken, damit die Samen im Folgejahr Licht zum Keimen finden.
Vermehrung: Geschieht im Naturgarten meist ganz von selbst durch Selbstaussaat auf den Schlammflächen.
Gute Partnerin: Sumpf-Teichbinse (Eleocharis palustris) – sie teilt die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzt die Teichsimse ökologisch perfekt.
Die Liegende Teichsimse gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). In unserer Region ist sie heimisch und besiedelt bevorzugt Schlammfluren (Pflanzengesellschaften auf feuchten, offenen Böden), die regelmäßig überschwemmt werden. Morphologisch auffällig ist ihr Wuchs als niedriges Gras, bei dem das tragende Hochblatt den Halm scheinbar verlängert, sodass der Blütenstand seitenständig wirkt. Sie ist spezialisiert auf Standorte, die durch wechselnde Wasserstände geprägt sind.
2 Videos zu Scirpus supinus
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →