Bild folgtKI-generierte IllustrationScleranthus annuus agg.
Artengruppe
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
An ihrem niedrigen, kissenartigen Wuchs mit den unscheinbaren, grünlichen Blütenknäueln lässt sich der Einjährige Knäuel (Scleranthus annuus agg.) sofort erkennen. Diese kleine Pflanze ist ein Spezialist für karge Standorte und damit ein echter Gewinn für jeden naturnahen Garten, der Vielfalt über das rein Optische definiert. Er dient als wichtige Nahrungsquelle für Vögel, wobei nach aktuellen Daten insbesondere der Pazifische Wasserpieper (Anthus rubescens) von den Samen profitiert. Wenn du in deinem Garten sandige oder magere Stellen hast, ist dieser unkomplizierte Überlebenskünstler genau die richtige Wahl für dich.
Zäher Winzling: Mit nur 5 cm Höhe der perfekte Spezialist für magere Sandböden.
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Trotz ihrer geringen Größe leistet diese Art einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt. Da sie auf extrem mageren Standorten gedeiht, bietet sie dort Nahrung, wo andere Pflanzen aufgeben. Nach aktuellen Beobachtungsdaten sind die Samen eine wichtige Energiequelle für Vögel wie den Pazifischen Wasserpieper (Anthus rubescens). In der ökologischen Gartengestaltung füllt sie die Lücken in Pflasterritzen oder auf Kiesflächen. Durch ihre Selbstaussaat sorgt sie für eine kontinuierliche Dynamik im Garten, ohne dabei andere Arten zu verdrängen.
Die Pflanze gilt in der Datenbank als nicht kindersicher, weshalb Kleinkinder sie nicht in den Mund nehmen sollten. Es sind jedoch keine schweren Vergiftungserscheinungen oder gefährliche Verwechslungen mit Giftpflanzen bekannt. Im unwahrscheinlichen Fall von Beschwerden nach Verzehr kannst du den Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.088 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Ellenberg Feuchte 3: Der Boden sollte trocken sein; vermeide unbedingt Staunässe, da die Wurzeln sonst faulen.
Bodenbeschaffenheit: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Magerpflanze) und benötigt nährstoffarme, sandige oder kiesige Erde.
Wuchshöhe: Mit einer Höhe von nur 0.05 m darf sie nicht von größeren Nachbarn beschattet oder verdrängt werden.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Da sie einjährig ist, solltest du sie am Ende der Saison stehen lassen, damit sie sich versamen kann.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest du reichlich Sand einarbeiten, um die Durchlässigkeit zu erhöhen.
Pflanzpartner: Der Kleine Sauerampfer (Rumex acetosella) ist ein idealer Begleiter, da er ähnliche Ansprüche an sandige, saure Böden stellt.
Der Einjährige Knäuel gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in unserer Region als Indigen oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sandige Äcker auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch fällt er durch seinen extrem niedrigen Wuchs von genau 0.05 m und die fehlenden Kronblätter auf, was ihm ein fast moosartiges Aussehen verleiht.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →