Bild folgtKI-generierte IllustrationScorzoneroides autumnalis subsp. autumnalis
Auch bekannt als: Scorzoneroides autumnalis subsp. autumnalis
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Herbst-Schuppenlöwenzahn durch seine leuchtend gelben Korbblüten (Blütenstände aus vielen Einzelblüten) auf, die an verzweigten, fast blattlosen Stielen stehen. Er ist ein unverzichtbarer Spätblüher im Naturgarten, der dann noch Nektar bietet, wenn viele andere Arten bereits verblüht sind. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) nutzen ihn als wichtige Energiequelle vor dem Winter. Mit dieser Pflanze verlängerst du die ökologische Saison in deinem Garten spürbar und unterstützt die Artenvielfalt bis in den November hinein. Wenn du ihn wachsen lässt, machst du für die späten Insekten alles richtig.
Gelbe Leuchtkraft bis zum Frost: Die wichtigste Spät-Tankstelle für Falter.
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Dieser Korbblütler ist eine wertvolle Tankstelle für Schmetterlinge im Spätsommer. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) von seinem Nektarangebot. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) besucht die Blüten regelmäßig. Da die Pflanze oft bis zum ersten Frost blüht, sichert sie das Überleben später Insektengenerationen. Die Samen dienen zudem im Spätherbst als kleine Kraftpakete für die lokale Fauna, bevor die Winterruhe eintritt.
Die Pflanze ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft, was an den enthaltenen Bitterstoffen und dem Milchsaft liegen kann, die bei Hautkontakt oder Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen schuppigen Blütenstiele kaum. Sie ist eine reine Zier- und Ökopflanze, kein Küchenkraut.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Standort: Er liebt die volle Sonne und entfaltet dort seine beste Blütenpracht.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) und benötigt normalen, mäßig feuchten Gartenboden (Ellenberg Feuchte mäßig frisch).
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Er ist sehr pflegeleicht und verträgt gelegentliches Mähen, was oft eine kräftige Nachblüte anregt.
Vermehrung: Die Art vermehrt sich über Flugsamen, die durch den Wind verbreitet werden.
Symbiose: Er geht eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Pilz-Wurzel-Gemeinschaft) ein, was die Nährstoffaufnahme verbessert.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Rasen oder am Beetrand.
Der Herbst-Schuppenlöwenzahn (Scorzoneroides autumnalis subsp. autumnalis) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist in Deutschland indigen (ursprünglich heimisch) und besiedelt bevorzugt frische Wiesen sowie Weiden. Typisch ist die grundständige Blattrosette, aus der die meist mehrköpfigen Stängel entspringen. Ein wichtiges morphologisches Merkmal sind die schuppenartigen Hüllblätter (kleine Blättchen direkt unter dem Blütenkopf), die ihn deutlich vom gewöhnlichen Löwenzahn unterscheiden.
3 Videos zu Herbst-Schuppenlöwenzahn



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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