Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Aporcelaimidae
Wenn du im Garten eine Bodenprobe nimmst, entdeckst du eine Welt, die dem bloßen Auge verborgen bleibt. Zu diesen unsichtbaren Bewohnern gehört Sectonema pseudoventrale, ein Vertreter aus der Gruppe der Nematoden, also der Fadenwürmer. Diese Tiere sind mikroskopisch klein, wurmförmig und farblos. Im Gegensatz zu den vielen schädlichen Arten, die an Pflanzenwurzeln nagen, sind diese Aporcelaimidae räuberisch unterwegs. Sie nutzen einen spezialisierten Mundapparat, den man sich wie einen kleinen, ausfahrbaren Zahn vorstellen kann, um andere winzige Bodenorganismen zu erbeuten. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur natürlichen Regulierung des Bodenlebens und zur Zersetzung organischer Substanz.
Der Lebenszyklus von Sectonema pseudoventrale ist eng mit den physikalischen Bedingungen des Bodens verknüpft. Im Frühjahr, wenn der Boden sich erwärmt und die Bodenfeuchtigkeit hoch ist, steigt ihre Aktivität. Sie sind ganzjährig im Boden vorhanden, solange dieser nicht vollständig austrocknet oder gefriert. In den kälteren Monaten ziehen sie sich in tiefere, frostgeschützte Bodenschichten zurück. Ihr Fortpflanzungszyklus verläuft kontinuierlich, solange die Nahrungsverfügbarkeit durch andere Mikroorganismen und die Bodenbeschaffenheit dies zulassen.
Da diese Tiere im Boden verborgen leben und als natürliche Bodenregulatoren fungieren, geht von ihnen keinerlei Gefahr für deine Gartenpflanzen aus. Im Gegenteil: Ein gesundes Vorkommen solcher Arten ist ein direkter Indikator für einen lebendigen Boden. Du musst hier nicht eingreifen. Verzichte einfach auf den Einsatz von Pestiziden oder Kunstdünger, da diese Stoffe das empfindliche Gleichgewicht der Bodenorganismen stören können. Ein lockerer, mit Kompost gepflegter Boden bietet den besten Schutz für diese Nützlinge.
Sectonema pseudoventrale gehört zur Familie der Aporcelaimidae innerhalb der Ordnung der Dorylaimida. Diese Nematoden zeichnen sich durch ihre spezifische Mundhöhlenstruktur aus, die sie als Prädatoren – also als Jäger anderer Kleinlebewesen – ausweist. Sie sind auf ein intaktes Bodengefüge angewiesen, da sie sich in den wassergefüllten Porenräumen zwischen den Bodenpartikeln fortbewegen. Als Bewohner der Bodenmatrix benötigen sie eine ausreichende Feuchtigkeit und einen stabilen Humusgehalt, um dauerhaft zu überleben.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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