Bild folgtKI-generierte IllustrationSedum rubens
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Mit ihren rötlich überhauchten, fleischigen Blättern fällt die Rötliche Fetthenne (Sedum rubens) sofort auf. Diese zierliche Sukkulente (wasserspeichernde Pflanze) ist ein wahrer Überlebenskünstler auf kargsten Böden und in Deutschland extrem selten geworden – sie gilt nach der Roten Liste als vom Aussterben bedroht. In deinem Garten bietet sie spezialisierten Faltern wie dem Roten Apollo (Parnassius apollo) eine lebenswichtige Nahrungsquelle. Wenn du trockene Steinmauern oder sehr magere Beete hast, ist sie die perfekte Wahl. Trau dich ruhig an diese Rarität heran; sie ist viel genügsamer als die meisten klassischen Gartenblumen.
Vom Aussterben bedrohte Überlebenskünstlerin und Rettungsanker für Apollofalter.
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Trotz ihrer geringen Größe ist diese Art ökologisch hochrelevant, da sie spezialisierten Insekten in kargen Lebensräumen hilft. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders die seltenen und geschützten Ritterfalter wie der Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) und der Rote Apollo (Parnassius apollo) von ihrem Blütenangebot im Frühsommer. Da die Samen mit nur 0,02 mg extrem leicht sind, nutzt die Pflanze die Fernausbreitung durch den Wind, um neue Nischen in Steingärten zu besiedeln. Mit der Ansiedlung in deinem Garten unterstützt du eine Art, die in der freien Wildbahn unmittelbar vom Verschwinden bedroht ist.
Die Rötliche Fetthenne wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungsfälle dokumentiert sind, sollten Kleinkinder nicht an den sukkulenten Pflanzenteilen knabbern. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kannst du dich zur Sicherheit beim Giftnotruf unter 0228 19 240 beraten lassen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.074 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), idealerweise an einer Südmauer oder im Steingarten.
Boden: Die Erde muss mager sein (Schwachzehrer). Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionszahl 5) ist optimal.
Wasser: Sehr trocken halten (Feuchte 3). Staunässe unbedingt vermeiden, eine Drainage (Schicht aus Kies oder Splitt) unter der Erde ist ratsam.
Wuchs: Mit einer Höhe von nur 0.07 m gehört sie in den absoluten Vordergrund oder in Pflanzfugen.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Kaum Aufwand nötig. Die Vermehrung erfolgt oft von selbst durch die extrem leichten Samen (0,02 mg).
Pflanzpartner: Die Weiße Fetthenne (Sedum album) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen extremen Standorte besiedelt und das Polsterbild ökologisch sinnvoll ergänzt.
Die Rötliche Fetthenne gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist in unserer Region indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) anzusehen. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Felsfluren, wo sie als nicht verholzende Sukkulente extremen Bedingungen trotzt. Auffällig ist ihr sehr geringer Wuchs von exakt 0.07 m und die charakteristische Rotfärbung der breitblättrigen Laubblätter bei starker Besonnung. Da sie in der Natur kaum noch vorkommt (Rote Liste 1), ist jeder Bestand im Garten ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz.
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →