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Isoëtes lacustris
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Auch bekannt als: Gewöhnliches Brachsenkraut
Du erkennst das See-Brachsenkraut (Isoëtes lacustris) an seinen dunkelgrünen, steifen und röhrenförmigen Blättern, die wie kleine Igel am Grund des Gewässers sitzen. Als biologisches Relikt aus der Urzeit ist es im Naturgarten ein besonderes Glanzstück für spezialisierte Kaltwasserteiche. Die Pflanze trägt zur Sauerstoffanreicherung bei und stabilisiert durch ihr Wurzelwerk den Teichboden. Da sie extrem sauberes, kalkarmes Wasser benötigt, ist sie ein wertvoller Bioindikator (Anzeiger für Wasserqualität). Wer dieses seltene Gewächs im Garten ansiedelt, leistet einen Beitrag zum Schutz einer bedrohten Art. Wenn Du einen naturnahen Heideteich pflegst, ist diese Art die perfekte Wahl.
Lebendes Fossil: Das See-Brachsenkraut bringt Urzeit-Flair in den Kaltwasserteich.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen bietet das See-Brachsenkraut einen spezialisierten Lebensraum für die Unterwasserfauna. Da es sich um eine farnverwandte Sporenpflanze handelt, produziert sie keinen Nektar oder Pollen für Fluginsekten. Dennoch profitieren aquatische Kleinstlebewesen wie Wasserschnecken und kleine Krebstiere von den beständigen Unterwasserwiesen. In natürlichen Gewässern dienen die Bestände als wichtiger Laichgrund und Versteck für Jungfische. Eine Besonderheit ist die Sauerstoffabgabe über die Wurzeln, wodurch der Teichboden belebt bleibt. Die Pflanze ist zudem ein wichtiger Baustein im Stoffkreislauf nährstoffarmer Gewässer.
Das See-Brachsenkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Da es sich um eine Unterwasserpflanze handelt, besteht bei der Pflege in tieferen Zonen ohnehin eine allgemeine Vorsichtspflicht an Gewässern. Achte darauf, dass Kinder beim Beobachten der Pflanze am Teichrand nicht in Gefahr geraten. Es sind keine spezifischen Giftnotrufe für diese Art bekannt, dennoch sollte sie nicht verzehrt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Das See-Brachsenkraut gehört zur Familie der Brachsenkrautgewächse (Isoëtaceae) innerhalb der Bärlapppflanzen (Lycopodiopsida). In Deutschland ist es heimisch, kommt aber fast nur in den kühlen, nährstoffarmen Weichwasserseen (oligotrophe Gewässer) der Mittelgebirge und Norddeutschlands vor. Morphologisch ist es eine Besonderheit, da es keine Blüten, sondern Sporen bildet, die in den verbreiterten Blattbasen entstehen. Die Blätter besitzen im Inneren vier Längskanäle für den Gasaustausch. Es lebt dauerhaft unter der Wasseroberfläche und ist an extrem nährstoffarme Bedingungen angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.