Bild folgtKI-generierte IllustrationSelaginella helvetica
Auch bekannt als: Lycopodium helveticum
Mit seinen flach am Boden kriechenden, moosähnlichen Trieben fällt der Schweizer Moosfarn sofort auf. Du erkennst ihn an den zwei Reihen winziger, unterschiedlicher Blättchen, die ihm ein schuppiges Aussehen verleihen. Da er auf der Vorwarnliste der Roten Liste (V) steht, leistest du mit seiner Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch ohne bunte Blüten bringt er als Urzeit-Relikt faszinierende Strukturen in schattige Gartenbereiche. Er schützt den Boden vor Austrocknung und bietet Kleinstlebewesen Unterschlupf. Wenn du einen kalkhaltigen Platz im Halbschatten hast, ist dieser winzige Überlebenskünstler genau das Richtige für dich.
Urzeit-Charme auf 4 Zentimetern: Schützt seltene Arten auf kalkhaltigem Boden.
Obwohl für diese Art keine spezifischen Bestäuberdaten zu Wildbienen oder Schmetterlingen vorliegen, ist sie ökologisch wertvoll. Als Bodendecker auf kalkreichen Magerstandorten besetzt der Schweizer Moosfarn eine wichtige Nische. Er stabilisiert den Boden und bewahrt die Feuchtigkeit für Bodenorganismen. Da die Art in der Roten Liste auf der Vorwarnliste (V) geführt wird, dient jeder Garten als wichtiger Trittsteinbiotop für den Erhalt der regionalen Biodiversität. Er bietet spezialisierten Kleinstinsekten in lichten Wäldern und auf Felsbändern einen geschützten Lebensraum, den großblättrige Pflanzen nicht bieten können.
Bitte beachte, dass der Schweizer Moosfarn als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist ratsam, darauf zu achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle eines Falles kannst du dich an den Giftnotruf unter 0228 19 240 wenden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Teils immergrün
Pflanzenhöhe
0.043 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Licht 5), direkte Mittagssonne sollte vermieden werden.
Bodenbeschaffenheit: Die Erde muss kalkhaltig oder basisch sein (Ellenberg Reaktion 8).
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Ellenberg Nährstoffe 2) bevorzugt er mageren Boden; dünge die Fläche keinesfalls.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat gleichmäßig frisch (mäßig feucht, Ellenberg Feuchte 6), aber sorge für guten Abfluss.
Pflanzzeit: Setze ihn idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange kein Bodenfrost herrscht.
Wuchshöhe: Mit 0.04 m benötigt er keine Rückschnitte; er bildet von selbst dichte Teppiche.
Pflege: Da die Sporen sehr leicht sind (0.0 mg), verbreitet er sich bei guten Bedingungen durch Wind selbstständig.
Gute Partnerin: Berg-Segge (Carex montana) – sie hat ähnliche Ansprüche an Kalk und Halbschatten und bildet einen schönen strukturellen Kontrast.
Der Schweizer Moosfarn (Selaginella helvetica) gehört zur Familie der Moosfarngewächse (Selaginellaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art unserer Region. Sein natürlicher Lebensraum sind mäßig warme, kalkhaltige Standorte, oft an lichten Waldrändern oder auf Moosfelsen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine Spross-Dimorphie aus: Er hat zwei Sorten von Blättchen, was ihn deutlich von echten Moosen unterscheidet. Als Farnverwandter bildet er keine Samen, sondern vermehrt sich über Sporen (winzige Fortpflanzungszellen). Er erreicht eine sehr geringe Wuchshöhe von genau 0.04 m und wächst streng am Boden entlang.
1 Video zu Schweizer Moosfarn
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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