Bild folgtKI-generierte IllustrationSelaginella selaginoides
Auch bekannt als: Lycopodium selaginoides
Du erkennst den Dornigen Moosfarn (Selaginella selaginoides) an seinen winzigen, dornig gezähnten Blättchen, die wie ein Miniatur-Tannenwald dicht über dem Boden kriechen. Als echtes Urgestein der Erdgeschichte ist diese Pflanze für den Naturgarten besonders wertvoll, da sie spezialisierte Nischen auf kalkreichen, feuchten Magerstandorten besetzt. Obwohl keine direkten Bestäubungsdaten für Insekten vorliegen, bereichert er die Strukturvielfalt in alpinen Steingärten oder an Teichrändern enorm. Mit seinem kriechenden Wuchs schützt er den Boden vor Erosion und schafft ein Kleinklima für Bodenorganismen. Wenn du einen kühlen, feuchten Platz im Garten hast, gibst du diesem seltenen Überlebenskünstler ein sicheres Zuhause.
Urzeitlicher Überlebenskünstler: Ein 6 cm kleiner Gigant für kalkreiche Feuchtstellen
Nach aktuellen Daten liegen für den Dornigen Moosfarn keine spezifischen Beziehungen zu Bestäubern vor, da er sich als Gefäßsporenpflanze über Sporen und nicht über Blüten vermehrt. Seine ökologische Bedeutung liegt in der Besiedlung von extremen Standorten, wo er als Pionier fungiert. Mit einer Blattfläche von nur 5.67 mm² trägt er zur Bodenbedeckung in lückigen Magerrasen bei. Das extrem leichte Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 0.0 mg ermöglicht eine Fernausbreitung durch den Wind, wodurch er neue Lebensräume in Gebirgsregionen erschließen kann. Er dient somit als wichtiger Baustein in der Biodiversität spezialisierter alpiner Pflanzengesellschaften.
Der Dornige Moosfarn wird als nicht kindersicher eingestuft. Da keine detaillierten Giftigkeitsdaten vorliegen, sollte vorsorglich darauf geachtet werden, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle einer Aufnahme kontaktieren Sie bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.063 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direktes Licht bietet.
Boden: Das Substrat muss mager sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer (Magerkeitsanzeiger) ist; verzichte komplett auf Dünger.
Feuchtigkeit: Halte den Boden stets frisch bis feucht (Feuchtewert 7), ohne dass dauerhafte Staunässe entsteht.
Kalkgehalt: Achte auf eine kalkhaltige oder basische Bodenreaktion (Reaktionswert 7), ideal ist die Verwendung von Kalksplitt.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst vor den ersten Bodenfrosten.
Wuchshöhe: Beachte die geringe Höhe von genau 0.06 m bei der Platzierung im Vordergrund.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze nicht verholzt und sehr langsam wächst.
Gute Partnerin: Die Mehl-Primel (Primula farinosa) – sie teilt die Vorliebe für kalkreiche, feuchte Standorte und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Dornige Moosfarn gehört zur Familie der Moosfarngewächse (Selaginellaceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst vor allem kalkhaltige Quellfluren und basenreiche Magerrasen (nährstoffarme, kalkhaltige Wiesen). Morphologisch auffällig sind die gabeligen Verzweigungen und die aufrechten Sporenähren, die ihn von echten Moosen unterscheiden. Als indigen geltende Art ist er perfekt an das kühle, alpine Klima angepasst, was sich in seinem niedrigen Temperaturanspruch widerspiegelt.
1 Video zu Dorniger Moosfarn
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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