Bild folgtKI-generierte IllustrationSelinum carvifolia
Auch bekannt als: Seseli carvifolia
Wer die Kümmel-Silge einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren fein gefiederten Blättern, die stark an Kümmel erinnern, bringt sie eine filigrane Struktur in feuchte Gartenbereiche. Da sie auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) steht, ist sie in deinem Garten ein wertvoller Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt. Obwohl sie als indigen (einheimisch) gilt, sieht man sie in privaten Gärten viel zu selten. Sie lockt mit ihren flachen Dolden verschiedene Bestäubergruppen an, die für ein gesundes Ökosystem unerlässlich sind. Wenn du einen eher feuchten Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Pflanze kaum etwas falsch machen. Gib ihr die Chance, sich bei dir dauerhaft anzusiedeln.
Filigrane Schönheit für feuchte Gärten: Schütze die seltene Kümmel-Silge.
Die Kümmel-Silge ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Fluginsekten mit kurzen Mundwerkzeugen. Da ihre Blüten den Nektar offen präsentieren, profitieren vor allem Schwebfliegen und kleine Käfer von ihr. In der freien Natur wird sie seltener, weshalb die Ansiedlung im Garten den regionalen Genpool dieser gefährdeten Art (Rote Liste V) sichert. Die leichten Samen bieten im Winter eine kleine, aber feine Nahrungsquelle für Vögel. Da sie nicht verholzt, bieten ihre Stängel zudem Überwinterungsmöglichkeiten für kleine Insektenlarven. Jeder Garten, der diese Silge beherbergt, fungiert als Trittsteinbiotop für die Vernetzung bedrohter Feuchtwiesen-Lebensräume.
Die Kümmel-Silge wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Doldenblütlern ist beim Umgang mit der Pflanze Vorsicht geboten, da Verwechslungsgefahren mit giftigen Verwandten bestehen könnten. Ich empfehle dir, beim Rückschnitt vorsorglich Gartenhandschuhe zu tragen, um Hautreizungen zu vermeiden. Achte darauf, dass Haustiere oder Kinder keine Teile der Pflanze verzehren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.438 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit die Pflanze kräftig gedeiht.
Achte darauf, dass der Boden frisch bis mäßig feucht bleibt (Feuchtewert 7); sie liebt Plätze, die nie ganz austrocknen.
Da sie ein Schwachzehrer (Magerboden-Spezialist, Nährstoffwert 3) ist, darfst du sie auf keinen Fall düngen.
Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein (Reaktionswert 6).
Pflanze sie im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Halte die Wuchshöhe von 0,44 m bei der Beetplanung im Blick, sie passt wunderbar in den mittleren Bereich.
Lass die verblühten Stängel im Winter stehen, damit die leichten Samen (1,38 mg) sich durch den Wind ausbreiten können.
Gute Partnerin: Teufelsabbiss (Succisa pratensis) – diese heimische Art teilt die Vorliebe für feuchte, magere Standorte und ergänzt das ökologische Angebot.
Die Kümmel-Silge (Selinum carvifolia) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie weit verbreitet, besiedelt aber bevorzugt spezielle Lebensräume wie feuchte Magerwiesen oder lichte Waldränder. Du erkennst sie an ihrem kantig gefurchten Stängel und einer Wuchshöhe von exakt 0,44 m. Die Pflanze ist ein Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) oder indigen (ursprünglich einheimisch). Durch ihre Symbiose mit AM (Arbuskulärer Mykorrhiza-Pilz) ist sie gut im Boden vernetzt.
3 Videos zu Kümmel-Silge
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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