Bild folgtKI-generierte IllustrationSempervivum montanum subsp. montanum
Auch bekannt als: Sempervivum montanum subsp. montanum
2
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Berg-Hauswurz einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre fleischigen, drüsig behaarten Blattrosetten bilden dichte, geometrische Teppiche, die sich eng an den Untergrund schmiegen. Diese Pflanze ist ein faszinierender Spezialist für Deinen Garten, da sie mit kargsten Verhältnissen zurechtkommt und ökologisch wertvoll ist. Sie dient als wichtige Nektarqualle für spezialisierte Gebirgsfalter wie den Roten Apollo (Parnassius apollo) und den Hochalpen-Apollo (Parnassius phoebus). Wenn Du einen trockenen, sonnigen Platz hast, an dem sonst kaum etwas wächst, ist sie die ideale Wahl. Probiere es aus – dieses kleine Überlebenswunder wird Dich mit seiner Genügsamkeit begeistern.
Alpine Wildnis im Miniformat: Die 9-Zentimeter-Tankstelle für seltene Apollofalter.
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Trotz ihrer geringen Größe bietet die Berg-Hauswurz einen hohen ökologischen Nutzen für hochspezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem seltene Falterarten wie der Rote Apollo (Parnassius apollo) und der Hochalpen-Apollo (Parnassius phoebus) von ihrem Nektarangebot. In trockenen Steingarten-Ensembles dient sie zudem als wichtiger Lebensraum für weitere Insektenbesucher wie den Alpen-Apollo. Da sie auf der Roten Liste als extrem selten geführt wird, leistest Du mit ihrer Anpflanzung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Sie fungiert in Deinem Garten als wertvolles Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für Arten, die auf karge, felsige Strukturen angewiesen sind.
Die Berg-Hauswurz wird laut Datenlage als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, können die Inhaltsstoffe bei empfindlichen Personen oder beim Verschlucken zu Unwohlsein führen. Achte darauf, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Notfall erreichst Du den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.091 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), an dem sie mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne bekommt.
Boden: Das Substrat muss extrem nährstoffarm (Schwachzehrer) und durchlässig sein; eine Mischung aus Sand und Granitsplitt ist ideal.
Säuregrad: Achte auf einen sauren Boden (Reaktion 2), verwende also kein kalkhaltiges Gestein.
Feuchtigkeit: Halte die Pflanze trocken (Feuchtewert 3); Staunässe führt unweigerlich zu Fäulnis.
Pflanzzeit: Setze die Rosetten im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September-November) ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; verblühte Rosetten sterben ab, hinterlassen aber meist zahlreiche Tochterrosetten.
Vermehrung: Die kleinen Ausläuferrosetten können einfach abgetrennt und an anderer Stelle festgedrückt werden.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie teilt die Vorliebe für saure, magere Standorte und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Die Berg-Hauswurz (Sempervivum montanum subsp. montanum) gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen. In Deutschland und der Schweiz ist sie heimisch, wobei sie natürlicherweise in den Alpen auf Silikatgestein und in alpinen Magerrasen (nährstoffarmen Wiesen) vorkommt. Als Sukkulente (Pflanze mit wasserspeicherndem Gewebe) überlebt sie extreme Trockenheit und Kälte problemlos. Trotz ihrer Seltenheit – sie steht auf der Roten Liste – lässt sie sich im Garten gut etablieren. Auffällig ist ihre kompakte Wuchsform, die eine exakte Höhe von 0.09 m erreicht.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →